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Die deutschen Bildungsministerinnen und -minister stellen sich geschlossen hinter eine mögliche Olympia-Bewerbung. Bei ihrer achten Sitzung in München verabschiedete die Bildungsministerkonferenz (BMK) eine gemeinsame Erklärung, mit der die Länder die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland ausdrücklich unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein das sportliche Großereignis, sondern dessen pädagogische Wirkung auf Schulen, Kinder und Jugendliche.

Für BMK-Präsidentin Anna Stolz, zugleich Bayerische Kultusministerin, ist die Botschaft eindeutig. Die Länder sähen in den Spielen eine Chance, die weit über die sportliche Dimension hinausreiche. „In der Ländergemeinschaft sind wir uns einig, dass mögliche Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland eine großartige Chance nicht nur für die Kinder und Jugend von heute, sondern für uns alle sind – für eine geschlossene Gesellschaft, für ein klares Bekenntnis zu Sport und Bewegung und für ein stärkeres Mindset einer positiven Leistungskultur“, betonte Stolz. Sport vermittle Werte wie Teamgeist, Fairness und Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die für sie zum Kern schulischer Bildung gehören und einen Schwerpunkt ihrer Präsidentschaft bilden.

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Dass Sport Brücken schlägt, zeigt sich nach Ansicht der saarländischen Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot schon in dieser Woche. Als A-Länderkoordinatorin verwies sie auf die bevorstehenden Special Olympics im Saarland, bei denen Tausende Athletinnen und Athleten, Ehrenamtliche und Gäste erwartet werden. „Olympische und Paralympische Spiele können Menschen begeistern, verbinden und weit über den Sport hinaus wirken. Sie stehen für Fairness, Respekt, Vielfalt und das Vertrauen in die Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen“, erklärte sie. Die Spiele machten sichtbar, welches Potenzial sportliche Großereignisse für Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt entfalten könnten – und sie motivierten junge Menschen, eigene Ziele zu verfolgen.

Ähnlich argumentiert Dorothee Feller, Schulministerin in Nordrhein-Westfalen und B-Länderkoordinatorin der BMK. Sie verweist auf die emotionale Wucht, die solche Spiele entfalten können. „Olympische und Paralympische Spiele sind etwas ganz Besonderes. Sie schaffen unvergessliche gemeinsame Erlebnisse und bringen ein ganzes Land zusammen“, so Feller. Sport mache Spaß, stifte Gemeinschaft und zeige jungen Menschen zugleich, dass Einsatz und das Verfolgen eigener Ziele eine positive Kraft entwickeln können.

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Die Erklärung würdigt ausdrücklich das Engagement aller Bewerberstädte und -regionen, die in den vergangenen Monaten international konkurrenzfähige Konzepte erarbeitet haben. Zugleich rücken die Länder die Rolle von Sport, Spiel und Bewegung im Schulalltag in den Vordergrund. Sie leisteten, so die BMK, einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftlichem Miteinander – ein Bereich, in dem die Länder bereits heute vielfältige Maßnahmen umsetzen.

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Über das einzelne Sportereignis hinaus sehen die Bildungsministerinnen und -minister in einer Austragung die Möglichkeit, nachhaltige Impulse für Bildung, Sport und Gesellschaft zu setzen. Deutschland könne mit Olympischen und Paralympischen Spielen ein Signal senden, das Generationen prägt und das Land langfristig fit für die Zukunft macht. Die vollständige Olympia-Erklärung soll im Anschluss an die Münchner Sitzung veröffentlicht werden.

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