Foto: Johanneum
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Blockflöten, Balladen und Billy-Idol-Klassiker – das Frühlingskonzert am Gymnasium Johanneum hat am vergangenen Mittwoch einmal mehr bewiesen, dass Schulmusik weit mehr sein kann als Pflichtprogramm. In der voll besetzten Aula erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer einen Abend, der von zarten Frühlingsliedern bis hin zu kraftvollen Pop-Rock-Nummern reichte und dabei vor allem eines transportierte: echte Spielfreude.

Den Anfang machte die Klasse 5eu, die mit einem Wechsel aus Gesang und Blockflötenspiel den Frühling musikalisch begrüßte. Weil Musiklehrer Matthias Brill krankheitsbedingt passen musste, sprang Pia Herrmann kurzfristig ein und leitete die jungen Musikerinnen und Musiker souverän durch ihren Auftritt. Am Klavier begleitete Andreas Burg. Dass der Abend von der ersten Minute an funktionierte, lag nicht zuletzt an dieser unkomplizierten Zusammenarbeit hinter den Kulissen.

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Anschließend gehörte die Bühne den Solisten. Maksym Lytnikov überzeugte am Klavier, Marie-Julie Friedrich interpretierte einen Song von Birdy, begleitet von Daniel Buchmann, und das Geschwisterduo Antonia und Dominic Haas wagte sich an den Musical-Klassiker „I don’t know how to love him“. Den emotionalen Höhepunkt des ersten Konzertteils setzten dann das Instrumentalensemble und der Chor der 9eu unter der Leitung von Pia Herrmann. Mit „Killing me softly“ und einem Arrangement von „You raise me up“ trafen sie hörbar einen Nerv beim Publikum – klare Stimmen, sauberes Zusammenspiel und eine Intensität, die in der Aula für Gänsehaut-Momente sorgte.

Foto: Johanneum

Nach der Pause wechselte die Stimmung. Der Gospelchor und zwei Bands übernahmen das Programm und drehten die Energie spürbar nach oben. Eine Formation aus ehemaligen Leistungskurs-Schülerinnen und -Schülern lieferte mit „Shallow“ und „Valerie“ zwei Publikumslieblinge ab, während Emilie Laschke mit ihrer Band unter anderem „Your Song“ und „Rebel Yell“ auf die Bühne brachte. Die Bandbreite zwischen gefühlvoller Ballade und treibendem Rock kam an: Langanhaltender Applaus begleitete jeden Auftritt.

Schulleiter Oliver Schales fand zum Abschluss persönliche Worte des Dankes. Mit einem Blumenstrauß würdigte er den unermüdlichen Einsatz von Pia Herrmann, die den Abend maßgeblich organisiert und musikalisch getragen hatte. Jede Schülerin und jeder Schüler von Stufe fünf bis zwölf sowie alle Helferinnen und Helfer erhielten zudem eine Tulpe als kleine Anerkennung.

Was von diesem Mittwochabend bleibt, ist mehr als die Erinnerung an gelungene Darbietungen. Das Frühlingskonzert am Johanneum zeigte, wie Musik Altersgrenzen und Genregrenzen mühelos überbrückt. Fünftklässler mit Blockflöten und ehemalige Oberstufenschüler mit E-Gitarren teilten sich dieselbe Bühne – und genau diese Mischung machte den Reiz des Abends aus.

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