v.r.n.l.: Dr. Gerhard Mörsch (Geschäftsführer Biosphärenzweckverband Bliesgau), Verbandsvorsteher Landrat Frank John, Frank Hunsicker (Biosphären-Holz-Manufaktur), Ronja und Luca Müller (Bliesgau Alpaka), Umweltministerin Petra Berg, Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Birgit Grauvogel (Geschäftsführerin Tourismus Zentrale Saarland), Nicole Morlo (Biosphärenzweckverband Bliesgau). - Foto: Sabine Groll
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Das Netzwerk der Partnerbetriebe im Biosphärenreservat Bliesgau ist in diesem Sommer um zwei neue Mitglieder gewachsen. Beim Biosphärenfest in Kirkel-Neuhäusel wurden die Biosphären-Holz-Manufaktur aus Homburg-Kirrberg und Bliesgau Alpaka aus Gersheim offiziell ausgezeichnet.

Bliesgau Alpaka hat nach dem Umzug vom Helenenhof in Erfweiler-Ehlingen auf den Erzentalerhof in Gersheim im vergangenen Herbst wieder Fahrt aufgenommen. Seit April finden dort erneut die beliebten Alpaka-Touren statt. Für die neuen Besitzer Ronja und Luca Müller ist es ein Herzensanliegen, „ihre großen und kleinen Gäste wieder raus in die Natur zu bringen und ihnen dabei einen bewussten Umgang mit den Tieren und Pflanzen zu vermitteln“. Die Besucher lernen bei Führungen zunächst den Hof mit seinen vielen tierischen Bewohnern kennen, bevor es mit den männlichen Alpakas im gemütlichen Tempo auf Wanderung geht. Dabei erhalten sie Einblicke in die Natur und Landschaft der Biosphäre.

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Auch die Biosphären-Holz-Manufaktur aus Homburg-Kirrberg setzt auf Nachhaltigkeit. Schreiner Frank Hunsicker fertigt in Handarbeit dekorative Schneide- und Bretterunikate aus regionalem Holz. „Für unsere Produkte wird kein Baum extra gefällt. Wir verwenden nur Holz von umgefallenen Bäumen oder von Bäumen, die aus Sicherheitsgründen gefällt werden oder einem Bauvorhaben weichen müssen“, erklärt er. Das Holz wird in einem eigenen kleinen Sägewerk aufgeschnitten, mehrere Jahre luftgetrocknet und anschließend zu besonderen Einzelstücken verarbeitet. So kann es vorkommen, dass ein Küchenbrett früher als Platane auf dem Paradeplatz in Blieskastel stand.

Die Bedeutung solcher Initiativen für den Tourismus unterstrich Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale des Saarlandes und Vorsitzende des Vergaberates des Partnerbetriebe-Netzwerks: „Die beiden neuen Partner sind gute Beispiele dafür, wie durch Wertschätzung der Natur einzigartige touristische Formate entstehen, die die Biosphäre Bliesgau für Gäste und Einheimische erlebbar machen.“

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Auch Verbandsvorsteher und Landrat Frank John sieht darin einen Mehrwert: „Das Partnerbetriebe-Netzwerk bietet tolle Möglichkeiten zur Vernetzung untereinander und zur Vermarktung qualitativ hochwertiger Produkte und Dienstleistungen aus der Region. Durch ihr Engagement und ihre Sichtbarkeit tragen die Partnerbetriebe zur Steigerung eines regionalen Bewusstseins bei und leisten einen wertvollen Beitrag um die Wirtschaftskraft in der Region zu stärken.“

Für Umweltministerin Petra Berg zeigen die Partnerbetriebe, „wie kreative Ideen und Einsatz den Biosphärengedanken der Modellregion mit Leben füllen und so zum Erfolg der Biosphäre Bliesgau beitragen.“

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Derzeit umfasst das Netzwerk im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau 57 Betriebe. Bundesweit sind über den Dachverband Nationale Naturlandschaften e.V. mehr als 1400 Partnerbetriebe mit Biosphärenreservaten, Nationalparks und Naturparks verbunden. Wer selbst Teil des Netzwerks werden möchte, kann noch bis zum 30. September 2025 einen Antrag stellen.

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