Interessierte Bürgerinnen und Bürger bekommen die Pläne vorgestellt Foto: M. Welsch

Am Sonntag, 14. September 2025, öffnete auch St. Ingbert wieder Türen, die sonst verschlossen bleiben. Anlass war der bundesweite Tag des offenen Denkmals, der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird und jedes Jahr hunderttausende Menschen in historische Gebäude und Denkmäler lockt. Neben dem Beckerturm und der Alten Schmelz zog es die meisten Interessierten in diesem Jahr in die Baumwollspinnerei – eine „Baustelle“, die in wenigen Jahren Verwaltungssitz und Museum beherbergen soll.

Das Interesse war enorm: Ursprünglich waren zwei Führungen mit 50 Plätzen vorgesehen, doch bereits vorab musste verdoppelt werden. Am Ende nutzten rund 140 Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen zu werfen. Auch spontane Besucherinnen und Besucher waren willkommen. Damit übertraf die Resonanz die Erwartungen deutlich.

Anzeige

Bei den Führungen erhielten die Gäste spannende Einblicke in die Geschichte des Bauwerks und die laufenden Umbauarbeiten. Sie erfuhren, wie das ehemalige Industriegebäude Schritt für Schritt zu einem neuen Ort der Begegnung werden soll. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – viele Teilnehmende zeigten sich beeindruckt von der Dimension des Projekts und den Perspektiven, die sich für die Stadt mit dem künftigen Nutzungskonzept eröffnen.

Ein besonderer Dank ging an Dr. Gregor Scherf, der die Führungen mit viel Fachwissen und Engagement begleitete. Er verstand es, historische Fakten lebendig zu vermitteln und gleichzeitig die Bedeutung des Denkmalschutzes für die Zukunft St. Ingberts zu betonen.

Anzeige

Der Tag des offenen Denkmals stand wie immer unter einem bundesweiten Motto und machte auch in St. Ingbert deutlich, wie wichtig das Bewusstsein für das kulturelle Erbe ist. Wer durch die Baumwollspinnerei, die Alte Schmelz oder den Beckerturm ging, konnte Geschichte nicht nur sehen, sondern unmittelbar erleben. Genau das ist das Ziel dieses Aktionstages: Denkmale sichtbar machen und die Identität einer Stadt im Wandel der Zeit erfahrbar halten.