Symbolbild

„Das Saarland braucht ein anderes Impfprogramm.“ Mit diesen Worten kritisiert die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Astrid Schramm, die jetzige Impfpraxis der Landesregierung.

Schramm: „Nach dem Windhund-Verfahren haben wir jetzt die Impflotterie. Entgegen den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, die fordert, zunächst die Menschen von 75 bis 79 Jahre und dann erst die von 70 bis 74 zu impfen, hat Gesundheitsministerin Bachmann neben den betroffenen Berufsgruppen und besonders gefährdeten Kranken auch alle Saarländer ab 70 aufgerufen, das sind 200.000 Anspruchsberechtigte. Die Termine sollen nach dem Losverfahren vergeben werden.

Diese Vorgehensweise widerspricht allen medizinischen Erkenntnissen in Zusammenhang mit Covid 19, die auch der saarländischen Landesregierung bekannt sein müssten. Das Risiko, schwer zu erkranken oder zu sterben, steigt mit jedem Lebensjahr deutlich an. Es ist daher nicht vertretbar, ein Verfahren zu wählen, bei dem ein 70-Jähriger deutlich früher geimpft werden kann als eine 79-Jährige.“ Sollte die Landesregierung diese Praxis beibehalten, werde die Linksfraktion bei der Plenarsitzung im März einen entsprechenden Antrag einbringen, kündigte Schramm an.

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