Quelle: Hauptzollamt Saarbrücken

Das Hauptzollamt Saarbrücken blickt auf das Jahr 2020 zurück und veröffentlicht die Jahresbilanz für das vergangene Jahr. „Trotz des außergewöhnlichen Corona-Jahres, das viele Neuerungen und Anpassungen für uns alle mitgebracht hat, kann sich die Leistung meiner Kolleginnen und Kollegen sehen lassen“, so Hans Barth, Leiter des Hauptzollamts Saarbrücken.

Die Einnahmen beliefen sich 2020 auf knapp 870 Millionen Euro. Der größte Anteil davon entfiel mit 390 Millionen Euro auf die Einfuhrumsatzsteuer, gefolgt von der Kfz-Steuer in Höhe von 250 Millionen Euro. Der Zoll hat auch in der Pandemiezeit daran mitgewirkt, dass der Warenverkehr aufrechterhalten wurde. Unter Umsetzung von Hygienestandards wurden zahlreiche Zollabfertigungen im Saarland und südlichen Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Insgesamt wurden über 1,6 Millionen Positionen zur Einfuhr und über 16 Millionen Positionen zur Ausfuhr abgefertigt. Darüber hinaus wurden mehr als 1,1 Millionen Postsendungen zollrechtlich behandelt. „Die Anzahl der festgestellten Verstöße blieb auch 2020 auf einem hohen Niveau“, resümiert Hans Barth. Die Zöllnerinnen und Zöllner der Kontrolleinheiten und Zollämter haben im Jahr 2020 über 3.180 Unregelmäßigkeiten bei Waren entdeckt, deren Besitz verboten oder deren Umgang nur unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen ist. Fast 2.400 Verstöße wurden alleine bei der Einfuhr von Arznei- und Betäubungsmitteln festgestellt. Bei den Betäubungsmitteln (64 Kilogramm) und dem Wasserpfeifentabak (1.490 Kilogramm) wurden die Sicherstellungen des Vorjahres beinahe verdoppelt.

Aber auch die Beanstandungen in den Bereichen Produktsicherheit, Artenschutz, Produktfälschungen sowie bei mitgebrachten Lebensmitteln und Kosmetikprodukten waren zahlreich. „Vielfach werden Waren im Ausland bestellt oder von dort mitgebracht, die nicht einfuhrfähig sind. Das böse Erwachen kommt dann, wenn die Waren von uns geprüft werden: Trotz des gezahlten Kaufpreises ziehen wir die Waren aus dem Verkehr, wenn sie die deutschen oder europäischen Vorgaben nicht erfüllen“, erläutert Hans Barth die Problematik. „Wir empfehlen allen Reisenden und Internetbestellern sich auf www.zoll.de oder über die kostenlosen Zoll-Apps rechtzeitig zu informieren.“

Auch 2020 waren die Zöllnerinnen und Zöllner an den Standorten Kaiserslautern, Landau und Saarbrücken mit der Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung beschäftigt. Es wurden über 1.000 Arbeitgeber geprüft, fast 4.000 Strafverfahren eingeleitet sowie Geldstrafen und Bußgelder in Höhe von fast 2 Millionen Euro festgesetzt. Die aufgedeckte Schadenssumme betrug 12,6 Millionen Euro.

Im besonderen Blickpunkt standen unter anderem Prüfungen zur Einhaltung des Mindestlohns, Kurierdienste, das Baugewerbe sowie die Abfall-, die Fleisch- und die Landwirtschaft. „Die Erfahrung zeigt, dass komplexe Ermittlungsverfahren sowie organisierte Formen der Schwarzarbeit immer mehr an Bedeutung gewinnen“, erklärt Hans Barth, Leiter des Hauptzollamts Saarbrücken. 587 Beschäftigte arbeiten beim Hauptzollamt Saarbrücken. Dazu gehören auch 98 Auszubildende, die derzeit eine 2-jährige Ausbildung oder ein 3-jähriges duales Studium beim Zoll absolvieren und im Anschluss an die Lehrjahre das Zoll-Team verstärken.

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