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Wer im Januar 2026 an der Zapfsäule stand, musste deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch im Dezember. Nach einer Phase vergleichsweise moderater Preise zum Jahresende haben sich die Kosten für Benzin und Diesel zum Jahresbeginn spürbar nach oben bewegt – und das in kurzer Zeit.

Nach der aktuellen Auswertung des ADAC lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 im Januar bei 1,739 Euro. Gegenüber dem Dezember entspricht das einem Anstieg um 8,6 Cent je Liter. Diesel verteuerte sich im selben Zeitraum sogar noch stärker: Im Schnitt wurden 1,692 Euro pro Liter fällig, 9,4 Cent mehr als im Vormonat. Damit verringerte sich der Abstand zwischen beiden Sorten deutlich. Diesel war im Januar nur noch 4,7 Cent günstiger als Super E10, obwohl auf einen Liter Diesel nach wie vor rund 20 Cent weniger Energiesteuer erhoben werden.

Als wesentlicher Treiber der Entwicklung gelten die gestiegenen Rohölpreise. Die Sorte Brent notierte zu Monatsbeginn zeitweise noch unter 60 US-Dollar je Barrel, kletterte im Verlauf des Januars jedoch auf Werte von über 70 US-Dollar. Diese Verteuerung an den internationalen Ölmärkten schlug mit Verzögerung auf die Tankstellenpreise durch. Etwas dämpfend wirkte dabei der Wechselkurs: Der Euro legte gegenüber dem US-Dollar im Vergleich zum Dezember um einige Cent zu und erreichte im Monatsverlauf seinen höchsten Stand seit Juni 2021. Aus Sicht des ADAC konnten die Auswirkungen der höheren Ölnotierungen dadurch zwar etwas abgefedert werden, insgesamt lagen die Kraftstoffpreise rund um den Jahreswechsel bei den niedrigen Rohölpreisen jedoch um einige Cent zu hoch.

Innerhalb des Monats schwankten die Preise spürbar. Für Fahrer von Benzin-Pkw war der 15. Januar der teuerste Tag: Ein Liter Super E10 kostete im Tagesdurchschnitt 1,749 Euro. Am günstigsten war Super E10 am 1. Januar mit 1,709 Euro je Liter. Beim Diesel zeigte sich ein ähnliches Bild, allerdings mit einem anderen Höchststand: Am 31. Januar erreichte der Preis hier mit 1,718 Euro pro Liter seinen Monatsspitzenwert. Der niedrigste Dieselpreis wurde ebenfalls am 1. Januar verzeichnet, mit durchschnittlich 1,658 Euro je Liter.

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Um die Belastung beim Tanken zu begrenzen, verweist der ADAC auf typische Preismuster im Tagesverlauf. Nach den Beobachtungen des Clubs lohnt es sich, den Tank eher in den Abendstunden zu füllen. Dann liegen die Preise im Schnitt rund 13 Cent je Liter unter den Morgenwerten. Wer gezielt nach günstigeren Stationen sucht, kann laut ADAC digitale Hilfsmittel nutzen. Die Spritpreis-App „ADAC Drive“ zeigt rund um die Uhr die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland an und ermöglicht so den direkten Vergleich. Weitere Informationen zum Kraftstoffmarkt sowie aktuelle Preisübersichten stellt der Club online unter www.adac.de/tanken bereit.

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Die Analyse des ADAC macht damit deutlich, wie stark sich Veränderungen an den Rohölmärkten und beim Wechselkurs innerhalb weniger Wochen auf die Ausgaben der Autofahrer auswirken können. Besonders auffällig ist dabei der geschrumpfte Preisabstand zwischen Super E10 und Diesel, der trotz der unterschiedlichen steuerlichen Belastung nur noch wenige Cent beträgt.

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