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Koblenz (ots) – Die Vegetationsbrandsaison 2026 hat den Brand- und Katastrophenschutz in
Rheinland-Pfalz vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Bis zum 30. September
wurde er zu 182 Einsätzen mit dem Stichwort „Vegetationsbrand groß“ und zu 112
Einsätzen mit dem Stichwort „Waldbrand“ alarmiert. Das Lagezentrum
Bevölkerungsschutz des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz
Rheinland-Pfalz (LfBK) erstellte im Zusammenhang mit Vegetations- und
Waldbränden insgesamt 55 ereignisbezogene Lagemeldungen. Bei zehn Einsatzstellen
waren Mitarbeitende des LfBK als Verbindungspersonen des Landes vor Ort. Zudem
wurde die Koordinierungsstelle des LfBK im Zusammenhang mit Waldbränden dreimal
eingerichtet und betrieben.

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Die Waldbrandlage endete nicht an den Landesgrenzen. Brände im
nordrhein-westfälischen Hürtgenwald oder im belgischen Hohen Venn lösten auch in
Rheinland-Pfalz Maßnahmen aus. Das Lagezentrum Bevölkerungsschutz hatte damit
nicht nur die Lage im eigenen Land im Blick, sondern auch Entwicklungen jenseits
der Grenzen. Eine besondere Situation war die erste landesweite Warnung, die
direkt aus dem Lagezentrum heraus bezüglich des Brandrauches insbesondere aus
dem Hohen Venn veranlasst wurde und die Menschen in ganz Rheinland-Pfalz
unmittelbar erreichte. In einigen Einsätzen wurden Einsatzmaßnahmen im Rahmen
der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Nachbarländern wie dem Saarland,
Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg und auch Nachbarstaaten wie Frankreich
und Luxemburg gemeinsam durchgeführt. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
war dabei kein Zusatz, sondern ein entscheidender Faktor für eine wirksame
Gefahrenabwehr.

„Die Bilanz verdeutlicht, dass größere Vegetations- und Waldbrände nicht nur die
örtlichen Feuerwehren fordern. Bei komplexen Einsatzlagen kommt es auch darauf
an, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Informationen zusammenzuführen und die
überörtliche Koordination zu unterstützen. Die Zusammenarbeit war geprägt von
Professionalität und großer Kollegialität aller beteiligten Einsatzkräften“,
betonte der Präsident des LfBK René Schubert.

Das LfBK unterstützt die Bewältigung größerer Schadenslagen unter anderem durch
die Lagebeobachtung und die Erstellung ereignisbezogener Lagemeldungen durch das
Lagezentrum Bevölkerungsschutz und den Einsatz von Einsatzfunktionen vor Ort.
Bei Bedarf wird die Koordinierungsstelle eingerichtet. Dazu aktiviert das
Lagezentrum Mitarbeitende des LfBK, die in einem Stabsraum zusammenkommen und
die landesweite Koordination übernehmen. Sie stimmen sich mit den Leitstellen
und den Einsatzleitungen vor Ort ab und bündeln die überörtliche Unterstützung.
Damit die Einsatzbewältigung auch bei lang andauernden Schadenslagen
funktioniert, wird zugleich ein Schichtbetrieb organisiert, der die durchgehende
Arbeitsfähigkeit über Stunden und Tage sicherstellt.

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„Das Lagezentrum koordiniert zudem den gezielten Einsatz landesweiter
Ressourcen: Dazu gehören auch die zwei Wald- und
Vegetationsbrandbekämpfungseinheiten des Landes Rheinland-Pfalz mit den
landeseigenen acht Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen, die Feuerwehrbereitschaften
und Ablösungskräfte für bereits eingesetzte Einheiten sowie Polizeihubschrauber
zur Unterstützung der Brandbekämpfung aus der Luft. So werden Kräfte, Fahrzeuge
und Luftunterstützung dort zusammengeführt, wo sie am dringendsten gebraucht
werden“, so Schubert weiter.

Die Waldbrandsaison 2026 wird das LfBK gemeinsam mit den Landesforsten
Rheinland-Pfalz und den in diesem Jahr besonders von Vegetationsbränden
betroffenen Gebietskörperschaften auswerten. Ziel ist es, die Erfahrungen aus
den Einsätzen systematisch zu analysieren und daraus bei Bedarf konkrete
Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Waldbrandprävention und -bekämpfung
abzuleiten.

Vegetationsbrände können sich unter ungünstigen Witterungs- und
Geländebedingungen innerhalb kurzer Zeit zu größeren Einsatzlagen entwickeln.
Entscheidend für eine wirksame Gefahrenabwehr sind daher eine frühzeitige
Einschätzung der Lage, geeignete Einsatzmaßnahmen und die enge Koordination
aller beteiligten Kräfte. Neben Wald- und Vegetationsflächen können auch
Lebensräume von Tieren und Pflanzen sowie angrenzende Gebäude und
Infrastrukturen betroffen sein.

Original-Content von: Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz, übermittelt
durch news aktuell

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