Auf dem Schulhof der Galileo-Schule Bexbach parkte kürzlich ein Fahrzeug, das eher an einen Raketenstart als an den normalen Unterrichtsalltag erinnerte. Der „Spacebuzz One“, eine mobile Station der Deutschen Raumfahrtagentur (DLR), machte Halt in Bexbach und schickte die Kinder der fünften und sechsten Klassen auf eine virtuelle Reise ins All.
Das Ziel dieser besonderen Schulstunde ging über den reinen Nervenkitzel hinaus. Die Aktion sollte den Nachwuchs für Naturwissenschaften begeistern, für den Umweltschutz sensibilisieren und die Faszination der Raumfahrt greifbar machen. Für einen Vormittag wurde das Schulgelände so zum Weltraumbahnhof.
Nach einer kurzen Einweisung ging es für die jüngsten Schülerinnen und Schüler ans Werk. Im Inneren der raketenähnlichen Station nahmen die Kinder Platz und wurden mit moderner Virtual-Reality-Technik ausgestattet. Dann hieß es: Ready for takeoff.
Was durch die VR-Brillen folgte, gleicht sonst nur dem, was echte Astronauten schildern. Die Kinder erlebten den Start einer Rakete hautnah mit und blickten anschließend aus dem Orbit zurück auf die Erde. Dieser sogenannte „Overview Effect“, der Anblick des blauen Planeten mit seiner Krümmung, den Ozeanen und der dünnen Atmosphäre, hinterließ sichtbar Eindruck. Das Erlebnis rückte damit ganz nebenbei die Frage nach Nachhaltigkeit und dem Schutz unseres Heimatplaneten in den Mittelpunkt.
Die Reaktionen nach der Landung sprachen für sich. „Das war wie echt!“, hieß es aus den Reihen der jungen Crew, und mancher fasste spontan einen Berufswunsch: „Ich will jetzt Astronaut werden!“ Strahlende Gesichter verließen die Station und kehrten zurück auf den festen Boden des Schulhofs.
Auch Schulleiter Kai Ulrich zog ein durchweg positives Fazit dieses ungewöhnlichen Schultags. „Ein solches Projekt verbindet modernste Technik mit emotionalem Lernen“, sagte er. „Wenn Kinder die Erde einmal aus dieser Perspektive gesehen haben, verstehen sie ganz intuitiv, warum wir gut auf unsere Umwelt achtgeben müssen. Es war ein absolutes Highlight für unsere gesamte Schulgemeinschaft.“
Am Ende des Vormittags traten die Nachwuchs-Astronauten ihren Heimweg an, im Gepäck nicht nur den gewohnten Tornister, sondern vor allem viele neue Eindrücke und reichlich Weltraum-Stoff zum Träumen.





















