Zweifel in Innovation verwandeln – das ist die Einladung, die Jugend forscht in diesem Sommer an junge Menschen richtet. Unter dem Motto „Wozu Zukunft? Finde deine Antwort.“ hat Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb seine 62. Runde eröffnet. Ab sofort können sich Schülerinnen und Schüler, Auszubildende sowie Studierende online anmelden und eigene Forschungsprojekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entwickeln.
Die Botschaft der Stiftung ist deutlich: Statt bei der Frage nach dem „Warum“ der vielen Krisen zu verharren, sollen die Teilnehmenden den Blick nach vorn richten. Gefragt sind junge Köpfe, die nicht zuschauen, sondern anpacken – die ihre Neugier und Kreativität nutzen, um Lösungen für die Probleme von heute zu finden. „Worauf wartet ihr?“, lautet der Aufruf an den Forschungsnachwuchs.
Mitmachen dürfen alle bis 21 Jahre. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die vierte Klasse besuchen, Studierende dürfen sich höchstens im ersten Studienjahr befinden. Als Stichtag für diese Vorgaben gilt der 31. Dezember 2026. Antreten können Einzelpersonen ebenso wie Zweier- oder Dreierteams. Wer dabei sein möchte, hat bis zum 30. November 2026 Zeit, sich anzumelden.
Ein festes Aufgabenprofil gibt es nicht. Das Forschungsthema wählen die Teilnehmenden frei – entscheidend ist nur, dass sich die Fragestellung einem der sieben Fachgebiete zuordnen lässt. Zur Auswahl stehen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Für die erste Anmeldung genügen zunächst das Thema und eine kurze Projektbeschreibung.
Der eigentliche Wettbewerb entfaltet sich dann über mehrere Monate. Im Januar 2027 reichen die Teilnehmenden eine schriftliche Ausarbeitung ein, ab Februar folgen bundesweit die Regionalwettbewerbe. Wer sich dort durchsetzt, tritt auf Landesebene an, ehe sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2027 qualifizieren. Auf allen drei Ebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.
Worin der Reiz liegt, macht Dr. Jessica Bönsch, Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Jugend forscht e. V., deutlich. „Bei der Teilnahme am Wettbewerb entwickeln junge Menschen eigenständig Forschungsfragen, gestalten originelle Lösungswege, treten in den aktiven Austausch, arbeiten im Team und lernen, Informationen zu hinterfragen, zu bewerten und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen“, sagt sie. Auf diese Weise vermittle der Wettbewerb Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und kritisches Denken – Fähigkeiten, die sie als zentrale Zukunftskompetenzen in einer zunehmend komplexen Welt versteht.
Weiterführende Informationen, die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular finden Interessierte im Internet unter www.jugend-forscht.de.

















