Symbolbild
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Das eigene Sofa bleibt der wichtigste Stadionplatz der Nation: Wenn in dieser Woche die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in den USA, Kanada und Mexiko angepfiffen wird, verfolgen 77 Prozent der Menschen in Deutschland die Spiele zumindest teilweise in den eigenen vier Wänden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor, für die mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren befragt wurden.

Dass das Wohnzimmer derart dominiert, dürfte auch an den Anstoßzeiten liegen. Wegen der Zeitverschiebung zu den nordamerikanischen Gastgebern rollt der Ball hierzulande häufig erst in den späten Abendstunden. Wer dann noch in der Kneipe sitzen oder zum Public Viewing pilgern will, braucht Durchhaltevermögen – das eigene Sofa ist da naheliegender.

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Doch ganz allein vor dem Bildschirm sitzt kaum jemand. 64 Prozent schauen Spiele großer Fußballturniere zumindest gelegentlich bei Freunden, in der Familie oder im Bekanntenkreis. Auch die Gastronomie profitiert: Die Hälfte der Befragten verfolgt WM-Partien üblicherweise in Restaurants, Bars oder Kneipen. Ein Drittel zieht es zum gemeinsamen Erlebnis auf Public-Viewing-Flächen oder Fan-Feste.

Die zweite Bildschirmgeneration spielt ebenfalls eine wachsende Rolle. 13 Prozent verfolgen Partien unterwegs auf Smartphone oder Tablet, weitere zwölf Prozent lassen die Spiele nebenbei während der Arbeitszeit laufen. „Smartphone und Tablet machen es möglich, bei der Fußball-WM auch unterwegs nichts zu verpassen“, sagt Konstantin Peveling, Bereichsleiter für Medienpolitik bei Bitkom. Mobiles Schauen sei zwar kein Ersatz für den klassischen Fußballabend, aber eine wichtige Ergänzung, wenn der Fernseher gerade außer Reichweite liege.

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Kurios wird es, wenn die technische Realität auf die Emotion des Live-Sports trifft. 45 Prozent der Befragten stört es, wenn aus der Nachbarwohnung schon gejubelt wird, während bei ihnen selbst der Ball noch unterwegs ins Tor ist. Je nach Empfangsweg über Kabel, Satellit, IPTV oder Streaming entstehen kleine Verzögerungen, die den Überraschungsmoment verderben können. „Fußball lebt vom Live-Moment – gerade zu Hause“, betont Peveling.

Sein Rat an alle Fans: Vor dem Anpfiff sollten Fernseher, Receiver, App und Internetverbindung einmal kurz überprüft werden. Und wer sich den Torjubel partout nicht von einer Eilmeldung vorwegnehmen lassen will, schalte Push-Nachrichten und Sport-Apps am besten konsequent stumm. So bleibt das Tor das, was es sein soll – eine echte Überraschung im Wohnzimmer.

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Grundlage der Zahlen ist eine telefonische Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren, die Bitkom Research zwischen Kalenderwoche 17 und 21 des Jahres 2026 im Auftrag des Verbands durchgeführt hat. Die Erhebung gilt als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

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