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Symbolbild - Foto: Leo_65
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Eine Windhose hat am Dienstagabend im Blieskasteler Stadtteil Lautzkirchen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und einen der größten Feuerwehreinsätze des Jahres ausgelöst. Gegen 20 Uhr fegte der Wirbel im Zuge einer kräftigen Gewitterfront über die Neunkircher Straße hinweg und beschädigte binnen Sekunden zehn Wohnhäuser sowie einen Carport. Das Schadensbild reichte von gelockerten Dachziegeln und losen Blechen über instabile Kamine bis zu großflächig abgedeckten Dächern.

Zunächst war der Löschbezirk Mitte zum gemeldeten Sturmschaden ausgerückt. Doch schon die ersten Erkundungen vor Ort zeigten den Einsatzkräften, dass die Lage mit den verfügbaren Mitteln nicht zu bewältigen war. In rascher Folge wurden weitere Einheiten nachalarmiert: die Löschbezirke aus Bierbach, Niederwürzbach und Kirkel-Neuhäusel sowie eine zweite Drehleiter aus Homburg. Den Grundschutz für das übrige Stadtgebiet übernahmen währenddessen die Kameraden aus Webenheim und Assweiler.

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Hinzu kamen die Absturzsicherungsgruppe und der Versorgungszug aus Ballweiler-Wecklingen. Für einen Überblick aus der Vogelperspektive sorgte die Drohneneinheit der Homburger Feuerwehr. Die Neunkircher Straße blieb über die gesamte Einsatzdauer voll gesperrt – eine Maßnahme, die von der Polizeiinspektion Homburg veranlasst und abgesichert wurde.

Die Arbeit der Einsatzkräfte konzentrierte sich auf das Bergen loser Ziegel, das Verschließen offener Dachflächen und die Beseitigung akuter Gefahrenstellen. Besonders heftig hatte es ein Mehrfamilienhaus erwischt. Noch am Abend brachten die Wehrleute mit Unterstützung beider Drehleitern ein provisorisches Notdach auf, das der Landesfeuerwehrverband bereitgestellt hatte. Die Logistikkomponente der Feuerwehr Kirkel transportierte das Material zur Einsatzstelle.

Gleich zwei Kamine waren so stark beschädigt, dass die Einsatzkräfte sie teilweise abtragen mussten. Wegen der provisorischen Eindeckung und der instabilen Schornsteine sprachen die Verantwortlichen für die Heizanlage des betroffenen Anwesens eine Nutzungsuntersagung aus. Verletzt wurde trotz des Ausmaßes der Schäden niemand – weder Bewohner noch Passanten oder Einsatzkräfte kamen zu Schaden.

Vor Ort machten sich neben Wehrführer Marco Nehlig, der die Einsatzleitung übernahm, auch Bürgermeister Bernd Hertzler ein Bild der Lage. Beide hoben das professionelle und koordinierte Vorgehen der eingesetzten Kräfte hervor und dankten den Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit über die Bezirksgrenzen hinweg. Rund vier Stunden dauerte der Einsatz, bei dem knapp 95 Einsatzkräfte gefordert waren. Für den Löschbezirk Blieskastel-Mitte markierte der Sturmschaden zugleich eine bemerkenswerte Zahl: Es war bereits der 100. Einsatz im laufenden Jahr 2026.

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