Foto: FC 08 Homburg
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Der FC 08 Homburg hat seine Regionalliga-Saison mit einem verdienten Auswärtssieg beendet. Beim SV Sandhausen gewann die Mannschaft von Roland Seitz am Samstag mit 3:1, zeigte über weite Strecken eine reife Vorstellung und kletterte in der Abschlusstabelle noch auf Rang vier. Das Saisonziel Platz drei blieb zwar knapp verfehlt, doch der Auftritt am Hardtwald war mehr als ein ordentlicher Schlusspunkt: Homburg wirkte konzentriert, spielfreudig und bereit für das, was nun folgt.

Schon vor dem Anpfiff hatte die Partie eine besondere Begleitnote. Nach den Fanausschreitungen im Hinspiel, bei denen Anhänger beider Lager aneinandergeraten waren, versammelten sich beide Mannschaften gemeinsam hinter einem Plakat gegen Gewalt im Fußball. Auf den Rängen blieb es über die gesamte Spielzeit nach aktuellem Stand neben den wohl heutzutage üblichen Begleiterscheinungen hinweg friedlich.

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Trainer Roland Seitz veränderte seine Startelf auf drei Positionen. Markus Mendler kehrte von Beginn an zurück, dazu starteten Michael Heilig und Phillipp Steinhart. Kaan Inanoglu fehlte nach seiner Knieverletzung komplett im Kader. Hier liegen die Hoffnungen auf einen möglichen Einsatz im Pokalfinale am kommenden Wochenende.

Auf dem Platz blieb es zunächst ruhig. Sandhausen hatte in den ersten Minuten etwas mehr Ballkontrolle, kam aber nicht zwingend durch. Die erste klare Homburger Aktion saß dagegen direkt. Nach einer Ecke von Mendler bekam der SVS den Ball nicht sauber geklärt – Mendler setzte nach, kam aus spitzem Winkel zum Abschluss und jagte die Kugel zur frühen Führung ins kurze Eck. Saisontor Nummer zwölf für den 33-Jährigen, der erst vergangene Woche nach dem Tod seiner Ehefrau ins Team zurückgekehrt war.

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Mit dem 1:0 im Rücken übernahm Homburg zunehmend die Kontrolle. Die Grün-Weißen ließen den Ball laufen, fanden immer wieder Räume auf den Außenbahnen – und ließen eine Fülle an Möglichkeiten liegen. Sean Busch vergab freistehend aus drei Metern, Torwart Arthur Lyska parierte stark doppelt gegen Busch und Qenaj. Zu diesem Zeitpunkt hätte der FCH längst klarer führen können, ja eigentlich müssen. Kurz vor der Pause belohnte sich Homburg dann aber doch noch. Tim Steinmetz – der an diesem Tag sein 150. Pflichtspiel für den FCH bestritt – brach über rechts bis zur Grundlinie durch, legte punktgenau in die Mitte, und Busch drückte den Ball diesmal aus kurzer Distanz über die Linie. Das verdiente 2:0 zur Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Homburg die aktivere Mannschaft. Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn leitete Michael Gelt mit einem langen Ball den nächsten schnellen Angriff ein. Mendler trieb die Aktion nach vorne und bediente Hilal El-Helwe, der den herauskommenden Keeper mit viel Gefühl überlupfte. Das 3:0 nach 51 Minuten war die Vorentscheidung – und Ausdruck einer Homburger Leistung, die lange sehr klar und zielstrebig wirkte.

Ganz erledigt war Sandhausen damit aber nicht. Testroet, der beste Torschütze des SVS, verkürzte nach einer starken Kombination auf 1:3 – ein schöner Treffer des erfahrenen Angreifers, der damit seinen letzten Auftritt für den SVS krönte, am Ende aber dennoch einen Treffer zu wenig für die Torjägerkrone der Regionalliga Südwest hatte. In der Folge verlor Homburg etwas von der Ruhe der ersten Stunde, der Gastgeber kam häufiger in die Nähe des Strafraums – ohne den FCH aber ernsthaft ins Wanken zu bringen. Die Abwehr blieb stabil genug, um das Ergebnis zu kontrollieren.

Sauberer Abschluss, offene Fragen, großes Finale

Sportlich beendet der FCH die Saison mit 56 Punkten auf Tabellenplatz vier. Das ist ordentlich, aber nicht das, was man sich intern vorgenommen hatte – und weit von dem entfernt, was das Umfeld erwartet hatte. Der dritte Platz wurde verpasst, der Abstand nach ganz oben blieb am Ende mit 12 Punkten sehr deutlich. Trotzdem zeigte die Mannschaft in Sandhausen noch einmal, dass Qualität vorhanden ist – wenn Zugriff, Tempo und Effizienz zusammenkommen, auch wenn man mit Blick auf den Saisonverlauf nicht umhinkommt zu sagen, dass deutlich mehr drin gewesen wäre.

Der Sieg in Sandhausen ersetzt keinen Aufstiegskampf und beantwortet auch nicht die offenen Fragen rund um die kommende Saison. Die dürften erst nach dem Pokalspiel beantwortet werden, auch wenn im Hintergrund dem Vernehmen nach schon die ein oder andere personelle Entscheidung getroffen wurde. Aber er war ein sauberer Abschluss der Liga – und eine gelungene Generalprobe vor dem größten Spiel, das dem FCH in dieser Spielzeit noch bleibt. Am kommenden Samstag, den 23. Mai, trifft der FC 08 Homburg im Sparkassen-Pokal Saar auf den 1. FC Saarbrücken. Anstoß im Ludwigsparkstadion ist um 16:30 Uhr. Die Mission: Titelverteidigung.

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SV Sandhausen – FC 08 Homburg 1:3 (0:2)
Regionalliga Südwest, 34. Spieltag, Stadion am Hardtwald, Sandhausen
Tore: 0:1 Mendler (13.), 0:2 Busch (45.+1), 0:3 El-Helwe (51.), 1:3 Testroet (59.)
Zuschauer: 2.860
Schiedsrichterin: Karoline Wacker

Pokalfinale | Samstag, 23. Mai 2026 | 16:30 Uhr
Am kommenden Samstag steht das Saisonhighlight an: Im Finale des Sparkassen-Pokals Saar trifft der FC 08 Homburg im Saarbrücker Ludwigsparkstadion auf den 1. FC Saarbrücken. Tickets und Fanbustickets sind im Vorverkauf erhältlich – hier geht’s zu den Tickets und hier zum Fanbus.

Die aktive Fanszene reist hingegen mit dem Zug an! Treffpunkt ist um 13:30 Uhr am Homburger Hauptbahnhof, die Abfahrt ist um 13:51 Uhr! Die Eintrittskarte berechtigt zur kostenlosen Nutzung des ÖPNV.

Der Auftrag ist klar: Titelverteidigung!

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