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Wer sich eine Wärmepumpe anschaffen will, steht vor einem kaum durchschaubaren Dickicht aus Fachbegriffen, schwankenden Preisen und lückenhaften Leistungsbeschreibungen. Das belegt eine umfangreiche Auswertung der Energieberatung der Verbraucherzentrale, die über einen Zeitraum von rund 18 Monaten bundesweit mehr als 2.000 Angebote von Heizungsfirmen unter die Lupe genommen hat. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot für ein und dasselbe Gebäude klafften in manchen Fällen Preisunterschiede von bis zu 300 Prozent.

Doch nicht nur beim Preis herrscht Wildwuchs. Selbst bei einer so grundlegenden Größe wie der angebotenen Wärmeleistung gingen die Angaben für identische Häuser teils um mehr als das Doppelte auseinander. „Dabei sollte die erforderliche Wärmeleistung zuvor berechnet werden und bei allen Angeboten für das selbe Haus zumindest ähnlich hoch sein“, erklärt Martin Brandis, Fachreferent der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Eine falsch dimensionierte Anlage könne unnötig teuer werden, vorzeitig Mängel entwickeln oder im schlimmsten Fall die Wohnung nicht ausreichend heizen.

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Auch im Saarland ist der Bedarf an unabhängiger Orientierung offenbar groß. Seit die Verbraucherzentrale im Herbst 2024 einen speziellen Angebotsvergleich für Wärmepumpen eingeführt hat, wurden dort knapp 90 solcher Vergleiche durchgeführt. „Wir prüfen neutral und unabhängig und bieten Ratsuchenden eine Grundlage zur Entscheidungsfindung“, sagt Cathrin Becker, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Saarland. Sie rät dringend dazu, eine Heizlastberechnung nicht zu überspringen – diese sollte spätestens nach Auftragserteilung und vor der Bestellung der Wärmepumpe vorliegen.

Ein zentrales Problem vieler Angebote liegt in dem, was nicht drinsteht. Arbeiten, die beim Einbau einer Wärmepumpe in der Regel anfallen, fehlen in zahlreichen Offerten schlicht. Dazu gehören etwa das Fundament für das Außengerät oder der Umbau des Zählerplatzes für den Stromzähler. Wer diese Lücken übersieht, muss mit Mehrkosten von mehreren tausend Euro rechnen, weil dann zusätzliche Fachfirmen beauftragt werden müssen. Die Angebote selbst umfassten zwischen zwei und 28 Seiten – eine Spannbreite, die zeigt, wie unterschiedlich detailliert Heizungsbetriebe ihre Leistungen dokumentieren.

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Immerhin gibt es auch positive Signale. In der Mehrzahl der ausgewerteten Angebote war ein hydraulischer Abgleich enthalten, also jene Maßnahme, die die Wärmeverteilung im Haus optimiert und den Energieverbrauch im Betrieb senkt. Der Anteil solcher Angebote nimmt zu. Zudem werden die angebotenen Geräte laut Brandis technisch immer besser: „Wärmepumpen werden immer effizienter. Die angebotenen Geräte verfügten über die Zeit über immer bessere Kennzahlen.“

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Die Verbraucherzentrale empfiehlt Hausbesitzern, sich vor einer Unterschrift nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen. „Sanierungswillige sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, schnell den Liefer- und Leistungsvertrag zu unterschreiben. Ein Angebotsvergleich kann viel Geld sparen“, betont Cathrin Becker. Wer Unterstützung beim Vergleich sucht, kann die Beratung per Videogespräch oder persönlich in Anspruch nehmen. Termine lassen sich unter der Nummer 0681 50089-15 oder über die bundesweit kostenfreie Hotline 0800 809 802 400 vereinbaren. Weitere Informationen stehen auf der Webseite verbraucherzentrale-energieberatung.de bereit. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und gilt mit über 900 Beraterinnen und Beratern an mehr als 1.000 Standorten als das größte anbieterunabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland.

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