Visualisierung mit Blick auf den zukünftigen Haupteingang: Krüger Architekten PartG mbB
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Am 9. Mai 2026 verwandelt St. Ingbert zwei seiner markantesten Gebäude in offene Schauplätze der Stadtentwicklung. Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung lädt die Stadt dazu ein, die ehemalige Justizvollzugsanstalt – heute Sitz der Musikschule – sowie die historische Baumwollspinnerei aus nächster Nähe zu erkunden. Unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ beteiligen sich deutschlandweit rund 600 Kommunen mit etwa 700 Veranstaltungen an dem Aktionstag. St. Ingbert hat dafür ein Programm zusammengestellt, das von 9:30 bis gegen 16:00 Uhr reicht und Kultur, Baugeschichte und Bürgerdialog miteinander verbindet.

Den Auftakt macht bereits am Vormittag eine Stadtführung zum Thema „Albert Weisgerber“ mit Klaus Friedrich. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Rathaus, Am Markt 12, Eingang Marktplatz. Eine zweite Führung startet um 12:00 Uhr am Parkplatz Alte Bahnhofstraße 9. Beide Rundgänge dauern jeweils rund eineinhalb Stunden, die Teilnahme ist kostenlos. Allerdings ist die Zahl der Plätze auf jeweils 20 Personen begrenzt, eine vorherige Anmeldung über die städtische Webseite, per E-Mail an Tourismus@st-ingbert.de oder telefonisch unter (06894) 13-733 ist daher erforderlich.

Ab 10:30 Uhr öffnet der Hof der Musikschule auf dem Gelände der früheren JVA seine Pforten. Dort erwartet die Gäste ein gastronomisches Angebot ebenso wie kreative Mitmachaktionen für Kinder. Um 11:00 Uhr folgt die offizielle Eröffnung mit musikalischen Beiträgen der Musikschule und Grußworten aus Politik und beteiligten Institutionen. Danach können die Räumlichkeiten frei besichtigt werden – wer möchte, darf dabei auch selbst ein Instrument ausprobieren. Über den gesamten Tag verteilt gibt es Informationsstände, musikalische Schnupperangebote und Workshops, die zum Mitmachen einladen.

Foto: Marc André Stiebel

Ein besonderer Anziehungspunkt dürften die zwei Baustellenführungen durch die Baumwollspinnerei sein. Das historische Industriegebäude wird derzeit umfassend umgebaut: Künftig sollen dort ein modernes Verwaltungsgebäude und ein neues Museum entstehen. Dr. Gregor Scherf vom Landesdenkmalamt und Margret Welsch von der Stadt St. Ingbert führen die Gruppen um 12:00 Uhr und um 14:30 Uhr über das Gelände. Treffpunkt ist jeweils der Eingang Alte Bahnhofstraße 9, festes Schuhwerk ist Pflicht. Pro Führung können maximal 30 Personen teilnehmen, die Dauer beträgt jeweils rund eine Stunde. Auch hier ist eine Anmeldung über dieselben Kanäle nötig – die Teilnahme bleibt kostenfrei.

Am Nachmittag klingt das Programm mit weiteren kreativen Angeboten für Kinder und einem musikalischen Auftritt aus. Die Stadt nutzt den Aktionstag bewusst, um sichtbar zu machen, wie sich historische Strukturen in neue Orte für die Gemeinschaft verwandeln. Wer sich für die laufenden Projekte der Städtebauförderung interessiert, findet an diesem Samstag in St. Ingbert die Gelegenheit, den Wandel nicht nur auf Plänen zu betrachten, sondern ihn auf den Baustellen und in den frisch bezogenen Räumen selbst zu erleben.

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