Der Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft hat Andrees Gentzsch für weitere fünf Jahre in der Hauptgeschäftsführung bestätigt. Die Entscheidung fiel am 26. März 2026 und setzt auf personelle Stabilität in einer Phase, in der die Energiebranche vor tiefgreifenden regulatorischen Herausforderungen steht.
Gentzsch verantwortet beim BDEW seit 2016 das Ressort Energienetze, Regulierung und Recht – drei Felder, die in den vergangenen Jahren massiv an Bedeutung gewonnen haben. Mit seiner Wiederbestellung sichert sich der Verband eine Führungskraft, die mittlerweile auf ein Jahrzehnt Erfahrung in genau diesen Kernbereichen zurückblickt. Für die Mitgliedsunternehmen des BDEW, zu denen Stadtwerke, Netzbetreiber und große Energieversorger zählen, ist das ein Signal der Kontinuität.
Gentzsch selbst ordnete seine erneute Berufung in den Kontext wachsender regulatorischer Anforderungen ein. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darüber, die Interessen unserer Mitglieder mit Nachdruck vertreten zu dürfen“, erklärte er. Besonders betonte er die Notwendigkeit praxistauglicher Rahmenbedingungen: „Gerade in Zeiten zunehmender Komplexität sind wirtschaftliche und auch in der Praxis umsetzbare Regelungen für die Unternehmen entscheidend.“
Dabei richtete er den Blick nicht nur auf die Gesetzgebung, sondern auch auf das Zusammenspiel verschiedener Regulierungsebenen. Gesetzliche Vorgaben und behördliche Festlegungen müssten zueinander passen und kohärent sein, forderte Gentzsch. Ein Punkt, der in der Branche seit Jahren für Diskussionen sorgt, weil Unternehmen sich häufig mit widersprüchlichen oder schwer vereinbaren Anforderungen konfrontiert sehen. Gentzsch kündigte an, gemeinsam mit den Mitgliedern und dem gesamten BDEW-Team daran arbeiten zu wollen, hier einen konkreten Beitrag zu leisten.
Der BDEW vertritt als Spitzenverband rund 2.000 Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Die Hauptgeschäftsführung bildet neben dem ehrenamtlichen Vorstand das operative Zentrum des Verbands und gibt die strategische Richtung in der politischen Interessenvertretung vor. Dass Gentzsch nun bis mindestens 2031 in dieser Funktion bleibt, unterstreicht die Bedeutung, die der Verband dem Themenfeld Netzausbau und Regulierung in den kommenden Jahren beimisst.



















