In Büros, Schulen und Kliniken im Saarpfalz-Kreis gilt seit Jahresbeginn ein neues Lohnniveau für das Saubermachen. Für die rund 1.240 Beschäftigten in der Gebäudereinigung, die dort täglich für Ordnung und Hygiene sorgen, ist der 1. Januar 2026 ein Einschnitt: Ihre Arbeit wird verbindlich besser bezahlt.
Nach Angaben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Saar-Trier liegt der neue Mindestlohn für Reinigungskräfte im Saarpfalz-Kreis nun bei 15 Euro pro Stunde. Die Gewerkschaft beruft sich bei der Zahl der Beschäftigten auf Daten der Arbeitsagentur. Betroffen sind alle 24 Gebäudereinigungsunternehmen, die in der Region tätig sind. Sie müssen die neuen Untergrenzen einhalten.
Für bestimmte Tätigkeiten fällt der Lohn noch höher aus. „Wer Fassaden oder Fenster reinigt, bekommt jetzt sogar 18,40 Euro pro Stunde. Denn das ist der neue Mindestlohn für die Außenreinigung. Egal, wer wo saubermacht: Die neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das in der Gebäudereinigung bezahlt werden muss“, sagt Ute Langenbahn von der IG BAU Saar-Trier. Die Regelung gilt damit für einfache Unterhaltsreinigung ebenso wie für spezialisierte Arbeiten an Glasfronten und Außenflächen.
Langenbahn betont die Bedeutung der Branche für den Alltag im Saarpfalz-Kreis. „Gebäudereinigerinnen und Fassadenreiniger sorgen für Sauberkeit. Sie machen im Saarpfalz-Kreis einen wichtigen und harten Job. Der wird durch die neuen Branchen-Mindestlöhne jetzt deutlich fairer bezahlt“, sagt Langenbahn. Die Gewerkschaft sieht in den höheren Lohnuntergrenzen einen Schritt hin zu mehr Anerkennung für eine Tätigkeit, die häufig im Hintergrund stattfindet, aber für funktionierende Abläufe in vielen Einrichtungen notwendig ist.
Neben den neuen Mindestlöhnen für Beschäftigte hebt die IG BAU auch die Perspektiven für den Nachwuchs hervor. Eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk lohne sich, so Langenbahn. „Azubis starten ihre Ausbildung mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie mit 1.150 Euro nach Hause. Und im dritten Jahr haben Gebäudereiniger-Azubis 1.300 Euro pro Monat im Portemonnaie“, so die Vorsitzende der IG BAU Saar-Trier, Ute Langenbahn. Damit sollen die Ausbildungsvergütungen die Attraktivität des Berufsbildes unterstreichen und junge Menschen für den Einstieg in die Branche gewinnen.
Die neuen Lohnuntergrenzen gelten seit 1. Januar 2026 und setzen für die Gebäudereinigung im Saarpfalz-Kreis einen einheitlichen Rahmen. Für die Beschäftigten bedeutet das mehr Planungssicherheit, für die Unternehmen klare Vorgaben bei der Bezahlung. Wie sich die Anpassungen langfristig auf den Arbeitsmarkt und die Betriebe in der Region auswirken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.





















