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Wenn Kinder an einem Tag im Jahr strahlen dürfen, dann liegt das oft an kleinen Wundern, die Wirklichkeit geworden sind. In Homburg sorgt seit einigen Jahren die Wünsche-Aktion „Wenn ich nur einmal…“ dafür, dass genau solche Momente entstehen. Hinter der Idee steht Thomas Höchst, der gemeinsam mit Partnern wie der Kreissparkasse Saarpfalz versucht, Kindern eine Freude zu machen, deren Alltag kaum Raum für Träume lässt. Am Weltkindertag zeigte sich erneut, wie viel Kraft in dieser Initiative steckt.

Mit 1.500 Euro unterstützte die Kreissparkasse Saarpfalz in diesem Jahr gleich drei Einrichtungen in Homburg, die jeweils 500 Euro erhielten. Beschenkt wurden unter anderem Kinder der Siebenpfeifferschule für Lernbeeinträchtigte sowie Kinder der Lebenshilfe. Doch die Spenden sind mehr als nur Geldbeträge. Sie stehen für Erlebnisse und Geschenke, die Familien oft nicht stemmen können. Denn viele Kinder wachsen in Verhältnissen auf, in denen Geburtstagsfeiern, ein Besuch im Schwimmbad oder ein Kinonachmittag unerschwinglich sind. Auch gesunde Ernährung, geeigneter Wohnraum und faire Bildungschancen sind in diesen Familien keine Selbstverständlichkeit. Genau hier setzt die Aktion an und zeigt, dass ein kleiner Betrag große Wirkung entfalten kann.

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Die Initiative legt besonderen Wert darauf, den Blick nicht ausschließlich auf kranke oder schwerkranke Kinder zu richten, sondern auch auf jene, die von Armut betroffen sind. Das macht sie zu etwas Besonderem. Verschiedene Partner aus der sozialen Arbeit sind daran beteiligt, darunter Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Lebenshilfe und Diakonie. Sie bringen ihre Erfahrungen ein und helfen dabei, die Wünsche der Kinder zu erkennen und umzusetzen. Jedes Jahr kommen neue Einrichtungen hinzu, die in das Projekt eingebunden werden.

Ein bewegendes Beispiel in diesem Jahr war der Wunsch des 36-jährigen Philip. Er lebt mit einer seltenen Genkrankheit, die weltweit nur bei 48 Menschen bekannt ist. Philip ist der älteste Patient, der mit dieser Erkrankung lebt. Trotz der Schwere seiner Diagnose hat er noch Träume – einer davon war es, einmal in einem „Dodge Charger“ mitzufahren, dem legendären Auto aus seiner Lieblingsreihe „Fast & Furious“. Ein Facebook-Aufruf von Thomas Höchst, der mehr als 240 Mal geteilt wurde, machte diesen Traum greifbar. Zunächst konnte Philip bei einer Liveschaltung ins Wiener Autohaus „Hollywood Car“ mehrere Originalfahrzeuge sehen. Doch es kam noch besser: Sven Schöck aus St. Ingbert brachte seinen originalen Dodge Charger aus dem Jahr 1969 nach Homburg und nahm Philip persönlich mit auf eine Fahrt nach Hause. Für ihn wurde damit nicht nur ein Geschenk überreicht, sondern ein Erlebnis geschaffen, das weit über den Moment hinaus Bedeutung hat.

Auch die anderen Einrichtungen gingen nicht leer aus. So erhielten die Kinder der Förderschule Lernen und der Lebenshilfe besondere Geschenke, die ihnen sonst verwehrt geblieben wären. Und selbst nach den großen Übergaben gab es noch eine weitere Überraschung: Das Caritas-Kinderzentrum durfte sich über einen zusätzlichen Scheck freuen. Die 500 Euro stammten aus einer Sammlung in Schwarzenacker, die vom Organisationsteam aufgestockt wurde. Damit konnten weitere Wünsche in Erfüllung gehen.

Die Aktion „Wenn ich nur einmal…“ kann Armut nicht beseitigen und Krankheiten nicht heilen. Aber sie zeigt, dass Solidarität in Homburg mehr ist als ein Wort. Sie macht sichtbar, dass Kinderträume wichtig sind – gerade dort, wo die Umstände schwierig sind. Und sie schenkt Familien einen Tag, an dem nicht die Sorgen im Vordergrund stehen, sondern das Lächeln der Kinder.

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Alle Bilder: Friedel Simon

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