Rund 200.000 Euro fließen in den kommenden Jahren in die Homburger Innenstadt – und damit verbindet die Kreis- und Universitätsstadt große Erwartungen. Das saarländische Wirtschaftsministerium hat dem Projekt mit dem markanten Namen „FREUNDLICHE ÜBERNAHME von Homburgs Innenstadt“ eine Förderung zugesagt. Damit gehört Homburg zu jenen Kommunen, deren Konzepte eine Jury im Rahmen des Landesprogramms zur Stärkung von Einzelhandel und Innenstädten ausgewählt hat.
Für Oberbürgermeister Michael Forster ist die Zusage weit mehr als eine finanzielle Spritze. „Die Förderzusage ist eine großartige Nachricht für unsere Stadt. Sie zeigt, dass unsere Ideen für die Zukunft der Homburger Innenstadt überzeugen und auch auf Landesebene als richtungsweisend angesehen werden“, sagt er. Sein Dank gelte dem Ministerium, das die Bedeutung starker Innenstädte erkannt habe und Kommunen bei dieser Aufgabe zur Seite stehe.
Das Vorhaben ruht auf zwei Säulen. Zum einen soll die Innenstadt neue Besuchergruppen anziehen. Geplant sind kreative Mitmach- und Veranstaltungsformate, kulturelle Angebote sowie Aktionen für Familien, Studierende und Vereine. Der Grundgedanke dahinter ist einfach: Wer mehr Anlässe schafft, in die Stadt zu kommen, stärkt zugleich Handel und Dienstleistung vor Ort.
Der zweite Schwerpunkt richtet sich direkt an die Unternehmerschaft. Leerstände sollen wieder mit Leben gefüllt, neue Geschäftsmodelle nach Homburg geholt und Gründerinnen und Gründer gezielt begleitet werden. Besonderes Gewicht legt die Stadt dabei auf das Thema Nachfolge. Viele inhabergeführte Betriebe stehen in den nächsten Jahren vor einem Generationenwechsel. Mit Beratung, Vernetzung und gezielten Kampagnen will die Verwaltung dafür sorgen, dass erfolgreiche Geschäfte erhalten bleiben und ihre Geschichte weitergeschrieben werden kann.
Dass Homburg beim Umbau seiner Innenstadt keine unbeschriebene Seite ist, zeigt der Blick zurück. Im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ entstand das InnenstadtLabor Homburg mit einem breiten Maßnahmenpaket. Dazu zählt der Concept Store im Talzentrum, der regionalen Anbietern, Start-ups und jungen Unternehmen eine Bühne bietet. Auf dem Christian-Weber-Platz, dem Ilmenauer Platz und in der Eisenbahnstraße sorgen inzwischen neue Sitzgelegenheiten, ein Trinkwasserspender, Pflanzinseln und schattenspendendes Grün für mehr Aufenthaltsqualität.
Hinzu kam die „Sommeroase“ in der St.-Michael-Straße, ein Treffpunkt, der zum Verweilen einlädt. Ergänzt wurde all das durch Bürgerbeteiligung, einen Verfügungsfonds für kreative Projektideen und zahlreiche Veranstaltungen. Doch auch unabhängig von Förderprogrammen investiert die Stadt regelmäßig: in Reinigung, saisonale Bepflanzung, die Pflege öffentlicher Plätze und ein abwechslungsreiches Programm, allen voran den Homburger Musiksommer.
Den ausdrücklichen Dank des Oberbürgermeisters erhielt zudem das Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, das das Projekt entwickelt und die Mittel beantragt hatte. „Das Projekt ist das Ergebnis intensiver Vorarbeit und vieler kreativer Ideen. Ich freue mich sehr, dass dieser Einsatz nun mit der Förderzusage belohnt wird“, so Forster.
Wie langwierig der Weg zu einer belebten Innenstadt ist, verhehlt der OB dabei nicht. „Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht von heute auf morgen. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt – gemeinsam mit den Menschen, die hier leben, arbeiten, einkaufen oder ihre Freizeit verbringen“, betont er. Mit der neuen Förderung könne die Stadt an ihre bisherige Entwicklung anknüpfen und weitere Ideen verwirklichen.




















