Die Saarschleife - Bild: Wolfgang Staudt ( CC BY 2.0 - Keine Änderungen - https://www.flickr.com/people/wolfgangstaudt )
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Aus hunderten Bewerbungen bundesweit hat es das Neunkircher Begegnungscafé momentum ganz nach oben geschafft: Als saarländisches Landessiegerprojekt des Deutschen Nachbarschaftspreises 2026 wurde die Initiative am Mittwoch in der Saarbrücker Staatskanzlei ausgezeichnet. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger überreichte die Ehrung persönlich an die Engagierten.

„Das Begegnungscafé momentum zeigt, was entsteht, wenn Menschen füreinander da sind und Verantwortung für ihre Nachbarschaft übernehmen“, sagte Rehlinger bei dem feierlichen Empfang. Hier fänden Menschen Gemeinschaft, Unterstützung und ein offenes Ohr. Für sie ist das Projekt „ein starkes Beispiel für den Zusammenhalt im Saarland“.

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Was das momentum in der Neunkircher Unterstadt auf die Beine stellt, lässt sich kaum auf eine einzelne Aktivität reduzieren. Spielenachmittage gehören ebenso dazu wie gemeinsame Ausflüge, Second-Hand-Kleidermärkte oder Beratungsangebote. Seit 2022 kommen hier Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenslagen zusammen. Wöchentlich nutzen zwischen 150 und 200 Besucherinnen und Besucher die überwiegend spendenbasierten Angebote.

Getragen wird der offene Treffpunkt von 35 Ehrenamtlichen sowie zwei hauptamtlichen Teilzeitkräften. Gemeinsam schaffen sie einen Ort, der Einsamkeit entgegenwirkt und gesellschaftliche Teilhabe möglich macht. Genau diese Verankerung im Quartier und die Bandbreite der Angebote überzeugten die unabhängige Landesjury. Sie würdigte das momentum als „ein äußerst vielfältiges Solidarprojekt von Nachbarn für Nachbarn – zur richtigen Zeit am richtigen Ort“.

Mit dem Preisgeld von 2.000 Euro hat das Team bereits konkrete Pläne. Künftig sollen auch mobile Begegnungsangebote direkt in die Nachbarschaft getragen werden. So könnte die Idee des offenen Treffpunkts über die Räume des Cafés hinauswachsen.

Für die nebenan.de Stiftung steht das Neunkircher Projekt sinnbildlich für die Kraft gelebter Nachbarschaft. „Das momentum zeigt eindrucksvoll, wie viel Nachbarschaft bewegen kann“, erklärte Geschäftsführerin Katharina Roth. Mit großem ehrenamtlichem Einsatz sei ein Ort entstanden, an dem Menschen zusammenkommen, Unterstützung finden und Gemeinschaft erleben. Genau dieses Engagement wolle man mit dem Preis sichtbar machen. An der Verleihung nahm neben Roth auch Patrick Gorzelanczyk von der Postcode Lotterie teil.

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Der Deutsche Nachbarschaftspreis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Aus bundesweit 957 Bewerbungen wählte die Stiftung 16 Landessiegerprojekte aus, dazu kommen fünf Themensieger und ein Sonderpreis der Jury. Hauptförderer ist die Postcode Lotterie, unterstützt wird der Preis zudem von der Diakonie Deutschland, dem Deutschen Städtetag sowie den Unternehmen Wall und Amazon.

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