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Bundeskanzler Olaf Scholz hatte am Mittwoch zur zweiten Sitzung des Zukunftsrats eingeladen. Gemeinsam mit Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt und dem Staatssekretär aus dem Bundeswirtschaftsministerium Udo Philipp traf er sich in Berlin mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Der Schwerpunkt der dreistündigen Diskussion lag auf den Innovationspotenzialen der Robotik und Elektrolyseure sowie einer innovationsfreundlicheren Regulatorik.

Die zweite Sitzung des Zukunftsrats warf zwei inhaltliche Schlaglichter auf die Themenbereiche Robo-tik und Elektrolyseure und behandelte grundlegende innovationsgeleitete Fragestellungen. Der Zukunftsrat hat seinen Schwerpunkt bei zwei zentralen Transformationsfeldern gesetzt. Erstens wurden Innovationspotenziale und Marktentwicklungen im Bereich der KI-basierten Robotik beleuchtet und in den Kontext der Resilienz und der technologischen Souveränität gesetzt. Die Mitglieder des Zukunftsrats waren sich einig, dass KI-basierte Robotik gerade für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hohe Potentiale bietet, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des breiten Anwendungsbedarfs in zahlreichen industriellen Branchen mit deutschen Stärken, aber auch im menschlichen Umfeld mit Haushalt und Pflege. Die Beherrschung dieser Schlüsseltechnologie sei damit auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit für den gesamten Innovationsstandort.

Zweitens wurde die Elektrolyseur-Herstellung sowie der -Betrieb in Deutschland als zentraler Teil der Wasserstoffwirtschaft besprochen. Die Teilnehmer begrüßten die derzeitigen Initiativen der Bundesregierung, die Wasserstoffwirtschaft in Deutschland vor dem Hintergrund vereinbarter Klimaziele, Rohstoffabhängigkeiten und geopolitischer Herausforderungen zu stärken. Dabei sollten verbliebene Hindernisse, wie regulatorische Hürden für Bau und Betrieb von Elektrolyseuren oder die Frage, wie eine rasche Skalierung der Kapazitäten erreicht werden kann, rasch angegangen werden, um wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle in Deutschland zu ermöglichen.

Das von der Bundesregierung geplante Reallabore-Gesetz begrüßten die Teilnehmer und rieten zur schnellen Umsetzung der Gesetzesinitiative. Der Zukunftsrat des Bundeskanzlers wird inhaltlich von einer Geschäftsstelle vorbereitet, die bei aca-tech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften angesiedelt ist. Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Zukunftsrat sind:

  • Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner | TUM Distinguished Affiliated Professor an der Technischen Universität München
  • Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH
  • Prof. Dr. Frau Irene Bertschek | Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“; Mit-glied der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)
  • Dr. Martin Brudermüller | Vorsitzender des Vorstands der BASF SE
  • Yasmin Fahimi | Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes
  • Dirk Hoke | CEO von Volocopter
  • Prof. Dr. Henning Kagermann | Vorsitzender des acatech-Kuratoriums
  • Christian Klein | CEO und Mitglied des Vorstands der SAP SE
  • Dr. Tina Klüwer | Director AI bei K.I.E.Z.
  • Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer | Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
  • Dr.-Ing. Reinhard Ploss | acatech Präsident
  • Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert | Professorin für Medizinethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität
  • Prof. Dr. Martin Stratmann | Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
  • Prof. Dr. Geraldine Rauch | Präsidentin der Technischen Universität Berlin
  • Prof. Dr. Özlem Türeci | Mitgründerin und CMO von BioNTech; Professorin für Personalisierte Immuntherapie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Dr. Joachim Wenning | Vorsitzender des Vorstands der Munich Re
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