Wer künftig zwischen den St. Wendeler Ortsteilen Winterbach und Bliesen unterwegs ist, muss dafür nicht länger auf die vielbefahrene Landstraße ausweichen. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Mobilitätsministerin Petra Berg haben am 28. August den neu gebauten Rad- und Fußweg entlang der L 133 offiziell freigegeben. Rund 1,7 Millionen Euro hat das Land in das Vorhaben gesteckt.
Für die Landesregierung ist der Weg mehr als nur ein Stück Asphalt. Er steht sinnbildlich für einen Kurs, den das Saarland seit Jahren verfolgt. „Fahrradfahren macht Spaß und hält fit. Wenn die Infrastruktur stimmt, steigen auch immer mehr Menschen aufs Rad – im Alltag ebenso wie in der Freizeit oder im Urlaub“, betonte Rehlinger bei der Eröffnung. Den Radverkehr versteht sie als festen Baustein einer Mobilität, die sich zunehmend wandelt.
Dass ausgerechnet St. Wendel diesen Ausbau erhält, kommt für die Ministerpräsidentin nicht von ungefähr. Die Stadt hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen als Ort für Radsportveranstaltungen gemacht. Diese Stärke wolle man weiter festigen, so Rehlinger, und zwar mit einer Infrastruktur, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert. Ihr Dank galt allen, die am Bau beteiligt waren.
Auch Ministerin Berg hob den praktischen Nutzen hervor. Sichere Wege ermutigten die Menschen, ihre Strecken nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen. „Eine aktive Fortbewegung vereint zugleich Umwelt-, Natur- und Klimaschutz mit persönlichem Wohlbefinden“, sagte sie und zeigte sich erfreut darüber, dass die Bürgerinnen und Bürger den neuen Weg nun rege nutzen könnten.
Der Neubau reiht sich in eine größere Strategie ein. Mit dem 2025 veröffentlichten saarländischen Radverkehrsplan verfolgt das Land das Ziel eines flächendeckenden und sicheren Radverkehrsnetzes. Dabei baut es die Wege entlang der Bundes- und Landesstraßen aus und hilft zugleich den Kommunen, eigene Projekte in ihren Ortschaften umzusetzen.
Die Arbeiten in Winterbach und Bliesen liefen seit Herbst 2025. Auf einer Länge von 1.150 Metern verläuft der Weg nun durch einen trennenden Grünstreifen parallel zur L 133, sodass niemand mehr auf die Fahrbahn ausweichen muss. Er knüpft an die bereits vorhandenen Wege in beiden Ortsteilen an. Ergänzt wurde das Ganze durch eine Linksabbiegerspur und eine Querungshilfe. Von den insgesamt 1.660.000 Euro entfielen rund 900.000 Euro allein auf den Geh- und Radweg.




















