Die beschlossene Wasserstoff-Partnerschaft zwischen Kanada und Deutschland bewertet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) als wichtigen Meilenstein für die zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der Erneuerbaren Energien. Gleichzeitig warnt der Umwelt- und Verbraucherschutzverband vor klimapolitischen Fehltritten durch Wasserstoff auf Basis fossiler Energien, sogenanntem „zero“ oder „ultra-low“ Wasserstoff.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Das beschlossene Abkommen ist ein guter Start und wichtiger Schritt, um beide Länder beim Klimaschutz voranzubringen. Der Fokus auf grünen Wasserstoff, hergestellt aus Erneuerbaren Energien, ist dabei entscheidend: Deutschland darf hier nicht einknicken. Jetzt kommt es auf die Umsetzung des deutsch-kanadischen Abkommens an. Von der kanadischen Regierung erwarten wir bei der Herstellung von grünem Wasserstoff hohe Umweltstandards und die Wahrung indigener Rechte. Die deutsche Bundesregierung fordern wir auf, grünen Wasserstoff nur dort einzusetzen, wo es keine anderen Möglichkeiten zur Dekarbonisierung gibt.“

Constantin Zerger, DUH-Leiter Energie und Klimaschutz, ergänzt: „Trotz aller Fortschritte hält sich Kanada die Tür für die Produktion von fossil basiertem Wasserstoff offen. Ob er nun ‚zero‘ oder ‚ultra-low‘ genannt wird, ändert nichts an den sehr hohen Emissionen, die mit der Herstellung einhergehen. Wir können die kanadische Regierung nur davor warnen, für ihre künftige wirtschaftliche Entwicklung auf den Export dieser extrem klimaschädlichen Energieträger zu setzen. Weder Europa noch anderen Teilen der Welt wäre damit klimapolitisch weitergeholfen.“

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