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Zwei Filme, die berühren, zum Nachdenken anregen und Menschen ins Gespräch bringen sollen: Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg lädt Ende Oktober und Mitte November zu kostenlosen Filmabenden auf den Campus ein. Im Rahmen des Europäischen Filmfestivals der Generationen werden in der Reihe zwei mehrfach ausgezeichnete Spielfilme gezeigt, die sich mit dem Älterwerden, dem Zusammenleben der Generationen und den Fragen nach Sinn, Freundschaft und Würde befassen.

Am Mittwoch, 29. Oktober, läuft um 20 Uhr im Großen Hörsaal des Zentralen Hörsaalgebäudes (Gebäude 35)der Film „Vier Wände für zwei“. Der spanische Spielfilm aus dem Jahr 2020 erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen der 39-jährigen Sara und der 74-jährigen Lola. Was als pragmatischer Wohnungskauf beginnt, entwickelt sich zu einer tiefen Verbindung zwischen zwei Frauen, die lernen, einander zuzuhören und voneinander zu lernen. Nach der Vorführung findet eine Diskussionsrunde mit Claudia Knobloch, Teamleiterin im UKS-Recruiting, statt. Sie begleitet seit Jahren ausländische Fachkräfte bei ihrem Start in Deutschland und kennt die Themen Nähe, Distanz und Zusammenhalt aus vielfältigen Perspektiven.

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Am Donnerstag, 13. November, folgt um 19 Uhr die österreichische Komödie „Toni und Helene“ aus dem Jahr 2024. Der Film erzählt von zwei ungleichen Frauen, die sich in einer Seniorenresidenz begegnen: Helene, einst gefeierte Schauspielerin, will unheilbar krank in der Schweiz sterben, während Lebenskünstlerin Toni ihr Leben noch einmal neu gestalten will. Aus anfänglicher Abneigung wird eine Freundschaft, die zeigt, wie wertvoll jeder Moment sein kann. Im Anschluss spricht Sabine Hofäcker, evangelische Pfarrerin und ehemalige Klinikseelsorgerin des UKS, über ihre Erfahrungen im Umgang mit Sterben, Loslassen und Lebenssinn.

Organisiert wird das Angebot von Reinhild Burgdörfer, evangelische Klinikseelsorgerin am UKS, im Auftrag des Klinischen Ethikkomitees und in Zusammenarbeit mit dem Homburger Unikino. „Die gezeigten Filme sollen zum Nachdenken über das Älterwerden anregen“, erklärt Burgdörfer. „Zudem ist es Ziel der Veranstaltungen, dass die Generationen in den Austausch gehen – daher folgt jeder Vorführung auch eine Diskussionsrunde mit speziell ausgesuchten Gästen.“ Besonders wichtig sei, dass sich das Angebot an alle Interessierten richte. „Wir würden uns freuen, wenn nicht nur Studierende und Beschäftigte des Klinikums, sondern auch Bürgerinnen und Bürger aus Homburg und Umgebung den Weg zu uns finden.“ Der Eintritt ist frei; für den Sitzkomfort darf gerne ein eigenes Kissen mitgebracht werden.

Das Europäische Filmfestival der Generationen findet in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt und läuft bundesweit noch bis zum 30. November. Insgesamt beteiligen sich 149 Städte und Kommunen, mehr als 300 Filmvorführungen werden deutschlandweit angeboten. Die Spiel- und Dokumentarfilme greifen Themen wie demographischen Wandel, Nachhaltigkeit, Krieg, Migration und Umweltbildung auf. Mit ihnen sollen nicht nur Geschichten erzählt, sondern auch Dialoge zwischen Jung und Alt angestoßen werden. „Das Gespräch ist der Kern des Festivals“, betont Burgdörfer. „Film ist ein ideales Medium, um gemeinsam über das Leben, die Zukunft und das Miteinander der Generationen nachzudenken.“

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Weitere Informationen zu den bundesweiten Veranstaltungen des Festivals sind auf der Website www.festival-generationen.de zu finden.

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