Symbolbild

Um den Radverkehr im Saarland zu stärken, will Verkehrsministerin Anke Rehlinger die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden intensivieren. Eine neue Webseite zum Radverkehr im Saarland, die am Dienstag an den Start ging, sammelt alle Informationen für saarländische Kommunalverwaltungen, Schulen und Hochschulen aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Anke Rehlinger (SPD) – Foto: SPD Saar

Unter www.fahrrad.saarland könne man sich ab sofort über Projekte und Kampagnen des Verkehrsministeriums, Veranstaltungstipps, Förderprogramme oder Beratungsangebote informieren. Ministerin Rehlinger: „Unser neues Online-Angebot bündelt alle wichtigen Informationen, die es zu diesem Thema gibt, ohne alles mühsam googeln zu müssen.“ Zur Unterstützung der saarländischen Kommunen, soll zudem eine Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen gegründet werden. Geplant ist, die AG auf dem 2. Saarländischen Fahrradgipfel im November vorzustellen, der eigentlich schon im April stattfinden sollte, aber coronabedingt verschoben werden musste.

Rehlinger sprach zudem am Dienstag vor Journalistinnen und Journalisten über Aus- und Neubaumaßnahmen für den Radverkehr. Für den Ausbau und die Instandhaltung des überörtlichen Radwegenetzes im Saarland sind für dieses Jahr Ausgaben in Höhe von 2,3 Mio. Euro geplant. Das sind deutlich mehr Ausgaben als in den Jahren zuvor, so Rehlinger. Hinzu kommt eine Neubaumaßnahme zur Lückenschließung des Radweges zwischen Bildstock und Merchweiler, die voraussichtlich im Herbst 2020 beginnen soll. Die Kosten belaufen sich auf rund 1 Mio. Euro. Für 2021 sind nach aktuellem Stand mindestens zwei weitere Neubaumaßnahmen geplant.

Für das kommende Jahr 2021 werden zusätzlich zu den Baumitteln die Landesmittel zur Förderung des Radverkehrs auf 1,2 Mio. Euro aufgestockt. Die saarländischen Kommunen können davon insgesamt bis zu 1 Mio. Euro abrufen, um zum Beispiel ihren innerörtlichen Radwegeausbau voranzubringen. Für 2022 ist eine weitere Steigerung der Haushaltsmittel auf 1,45 Mio. Euro vorgesehen. Dann werden den Kommunen bis zu 1,2 Mio. Euro Fördergelder zur Verfügung stehen.

Ministerin Rehlinger: „Zur Stärkung des Radverkehrs müssen wir ein Bewusstsein für die Vorteile schaffen. Und wir müssen investieren. In den letzten Jahren konnten wir unsere Fördermöglichkeiten kontinuierlich steigern.“ Ministerin Rehlinger kündigte auch eine neue Förderrichtlinie für den Radverkehr an. Die aktuelle Richtlinie „Förderung regionale Klimaschutzprojekte und Elektro-Fahrrad-Mobilität“ (EMOB) läuft Ende 2020 aus. Die neue Richtlinie soll alle bisherigen Fördermaßnahmen fortführen und um weitere Fördertatbestände, wie z.B. die Errichtung von Service- sowie Reparaturstationen erweitern.

 

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