Pedro Vieira (links) hat mit Sebastian Birster (Mitte) von der SG Zweibrücken II einen Perspektspieler in seinem Kader. Der neue sportliche Leiter Roman Kolepp (rechts) hofft weiter auf den Klasenerhalt. Unabhängig davon nimmt er bereits die Kaderplanung für die kommende Saison vor. Foto: Markus Hagen
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Es wird immer enger für den Tabellenletzten der Dritten Handball-Bundesliga Gruppe Südwest, den TV Homburg, im Kampf um den Klassenerhalt. Nach der enttäuschenden 26:29-Heimniederlage gegen Interaktiv Düsseldorf-Ratingen ist der Druck auf den Aufsteiger weiter gestiegen. Mit nur drei Punkten aus der Vorrunde beträgt der Rückstand auf den Drittletzten SGSH Dragons weiterhin fünf Zähler. Um den Anschluss an den Relegationsplatz zu wahren, müssen nun dringend Punkte her.

Für das Team von Trainer Pedro Vieira stehen damit wohl die entscheidenden beiden Spiele im Januar an. Zunächst geht es am heutigen Samstagabend ab 19.30 Uhr beim Viertletzten HLZ Friesenheim/Hochdorf II darum, endlich den zweiten Saisonsieg einzufahren. Eine Woche später empfängt der TV Homburg in eigener Halle den Vorletzten TSG Haßloch.

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„Eigentlich wollten wir gegen Interaktiv Düsseldorf-Ratingen mit einem Sieg schon den Schalter umlegen, aber wir haben uns zu viele technische Fehler geleistet und einige Chancen zu viel ausgelassen. Das darf uns nun im Sportzentrum in Hochdorf nicht wieder passieren, wenn wir endlich den zweiten Saisonsieg holen wollen“, erklärte Vieira. Die Reserve des Zweitligisten sei trotz des aktuellen Tabellenstandes ein gutes Team. Im Hinspiel musste der TV Homburg in eigener Halle eine 25:29-Niederlage hinnehmen.

Besonders achten müsse man auf den linken Rückraumspieler Frederik Zepp, der in Homburg nicht weniger als zehn Treffer erzielte, sowie auf den rechten Rückraumspieler Niklas Josenten und Kreisläufer Simon Jost, der im Hinspiel sechs Tore für das HLZ warf. „Hinten müssen wir aggressiv in der Defensive stehen und vorne im Eins-gegen-eins stärker auftreten“, hofft der Homburger Trainer auf deutlich bessere Leistungen als zuletzt gegen Interaktiv Düsseldorf.

Personell hat der TV Homburg nach den Abgängen von Marcel Szöllösi und Jose Baptista, wir berichteten, nachgelegt. Mit dem 18-jährigen Sebastian Birster vom Oberligateam der SG Zweibrücken II wurde ein Perspektivspieler verpflichtet. Der Rückraumspieler, der sowohl in der Mitte als auch auf Linksaußen eingesetzt werden kann, unterschrieb beim TV Homburg einen Vertrag bis Juni 2028. „Wir hoffen alle noch auf den Klassenerhalt. Solange es rechnerisch möglich ist, gilt es zu kämpfen“, erklärte Birster, der auf möglichst viele Einsatzminuten in der Dritten Liga hofft.

Auch der neue sportliche Leiter des TV Homburg, Roman Kolepp, der Anfang Dezember offiziell die Nachfolge des entlassenen Patrick Grabenstätter antrat, sieht trotz der mageren Ausbeute von nur drei Punkten aus 16 Spielen noch keinen Grund, „die Flinte im Kampf um den Klassenerhalt ins Korn zu werfen“. „Rechnerisch ist der drittletzte Relegationsplatz noch erreichbar. Fünf Punkte Rückstand sind aufzuholen, zumal wir ein Spiel weniger absolviert haben als der Vorletzte TSG Haßloch und die Dragons aus dem Sauerland“, so Kolepp. Auch ihm ist jedoch bewusst, dass es höchste Zeit wird, nun Punkte gegen direkte Konkurrenten zu sammeln – zunächst am Samstag beim HLZ Friesenheim/Hochdorf II und eine Woche später gegen die TSG Haßloch. „Warten wir diese beiden Spiele ab. Sollten wir sie gewinnen, ist in Sachen Platz 14 noch alles machbar.“

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Roman Kolepp ist beim TV Homburg kein Unbekannter. Der heute 28-Jährige spielte seit seiner Jugend beim TVH und stand bis zu seiner Aktivenzeit für die erste Mannschaft auf dem Feld. Vor zwei Jahren musste er seine Karriere aufgrund einer schweren Schulterverletzung beenden. Heute kümmert er sich um die sportlichen Belange des Vereins. Unabhängig davon, ob der Weg künftig in der Dritten Bundesliga oder wieder in der Regionalliga Südwest weitergeht, bereitet Kolepp den Kader bereits jetzt für die kommende Saison vor. „Wir hoffen, den Kern der Mannschaft zusammenzuhalten“, sagte er. Entsprechende Gespräche mit den Spielern laufen bereits auf Hochtouren. Näheres wolle man im Verlauf der kommenden Woche öffentlich machen.

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