Rund 100 polizeilich erfasste Fälle körperlicher Gewalt in saarländischen Krankenhäusern innerhalb eines Jahres – diese Zahl bezeichnet Alwin Theobald als alarmierend. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und gesundheitspolitische Sprecher reagiert damit auf aktuelle Berichte über Übergriffe gegen Klinikpersonal im Saarland.
Für Theobald ist der Kern der Sache eindeutig. „Wer Menschen angreift, die andere pflegen, behandeln oder im Notfall ihr Leben retten, überschreitet eine rote Linie“, betont er. Gewalt und Bedrohungen dürften für Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und andere Beschäftigte niemals zum Berufsrisiko werden.
Der Politiker fordert eine schnelle und konsequente Antwort des Staates. Dabei stehe für ihn nicht allein die Höhe möglicher Strafen im Vordergrund. Vielmehr müsse jeder, der eine Pflegekraft schlägt oder einen Arzt attackiert, rasch spüren, dass der Rechtsstaat ein solches Verhalten nicht hinnimmt.
Konkret verlangt Theobald von der Landesregierung mehr Transparenz. Sie solle offenlegen, wie viele dieser Gewalttaten tatsächlich zu Anklagen und Verurteilungen führen und wie lange die entsprechenden Verfahren im Saarland dauern. Die reine Erfassung der Fälle genüge nicht, wenn am Ende unklar bleibe, welche juristischen Folgen sie hätten.
Neben der Strafverfolgung nimmt der gesundheitspolitische Sprecher auch die Prävention in den Blick. Gemeinsam mit den Krankenhäusern müssten die bestehenden Sicherheitskonzepte überprüft werden, gerade in den besonders belasteten Notaufnahmen. Eine bessere Patientensteuerung und die gezielte Entlastung dieser Bereiche gehörten für ihn ebenfalls zur Vorbeugung.
Dabei macht Theobald eine klare Einschränkung. Überfüllung und lange Wartezeiten könnten Konflikte zwar verschärfen, eine Rechtfertigung für Gewalt seien sie jedoch unter keinen Umständen. Die Beschäftigten hätten mehr verdient als bloße Dankesworte. „Sie haben Anspruch auf bestmöglichen Schutz“, so Theobald. Wer Helfer angreife, müsse den Rechtsstaat schnell und konsequent zu spüren bekommen.




















