Im Gemeinschaftsraum des St. Ingberter Mathildenstifts war es am 31. Januar 2026 spürbar voller als sonst. Angehörige, Bekannte und offizielle Gäste hatten sich versammelt, um einen seltenen Anlass zu feiern: Die St. Ingberterin Maria Koch beging ihren 100. Geburtstag.
Die Jubilarin, die seit 2020 im Mathildenstift lebt, erhielt an diesem Tag Besuch von ihrer großen Familie, von Freunden sowie von Vertreterinnen der Stadt und des Saarpfalz-Kreises. „Mit 100 Jahren haben Sie unendlich viel gehört, gesehen, gesagt, gefühlt und erlebt“, fasste Ortsvorsteherin Irene Kaiser in ihrer Ansprache zusammen. Gemeinsam mit Ulrike Mauß, die den Landrat vertrat, überbrachte sie die offiziellen Glückwünsche zum runden Jubiläum.
Maria Koch wurde am 31. Januar 1926 im schlesischen Eichenau geboren. Der Krieg veränderte früh ihr Leben: Sie musste ihre Heimat verlassen und kam nach Lechfeld. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, einen gebürtigen St. Ingberter. Der gemeinsame Weg führte das Paar schließlich in dessen Heimatstadt, wo beide heirateten und sich ein neues Leben aufbauten.
In St. Ingbert gründete Maria Koch ihre Familie. Drei Kinder brachte sie zur Welt und zog sie groß. Inzwischen ist die 100-Jährige Großmutter von vier Enkeln und Urgroßmutter von vier Urenkeln. Viele von ihnen waren an ihrem Ehrentag im Mathildenstift dabei und nutzten die Gelegenheit, persönlich zu gratulieren und gemeinsam Zeit zu verbringen.
Im Haus wird Maria Koch als sehr liebe, zugleich aber auch kritische und willensstarke Bewohnerin beschrieben. Auch an ihrem Geburtstag machte ihr die körperliche Anstrengung zu schaffen, das Aufstehen fiel schwer. Dennoch bestand sie darauf, an der kleinen Feier im Gemeinschaftsraum teilzunehmen. Mit wachen Augen verfolgte sie das Geschehen, hörte die Glückwünsche der zahlreichen Gratulanten und nahm die guten Wünsche entgegen.
Unter den Gästen waren neben der Familie auch einige Mitbewohner des Mathildenstifts und frühere Zimmernachbarn. Sie reihten sich in die Schar der Gratulanten ein und machten deutlich, welchen Platz die 100-Jährige in der Hausgemeinschaft einnimmt. So wurde der Nachmittag im Mathildenstift zu einem ruhigen, aber besonderen Geburtstag, der die Lebensgeschichte von Maria Koch und ihre lange Verbundenheit mit St. Ingbert in den Mittelpunkt stellte.




















