Bild: "Wiese" - Astrid Woll-Herrmann
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Astrid Woll-Herrmann zeigt ab dem 8. Mai neue Arbeiten in der Rathausgalerie St. Ingbert. Unter dem Titel „Fluidum“ präsentiert die freischaffende Künstlerin bis zum 26. Juni Malerei, die zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit pendelt – ein Werkquerschnitt, der Fläche, Form, Linie und Struktur zu einer ganz eigenen visuellen Sprache verdichtet.

Wer die Kunstszene der Mittelstadt kennt, dem ist der Name Woll-Herrmann vertraut. Seit 1989 arbeitet die gebürtige St. Ingberterin als freischaffende Künstlerin in ihrer Heimatstadt. Über viele Jahre gehörte sie zum festen Kreis der Turmkünstlerinnen und Turmkünstler am Beckerturm, organisierte dort Ausstellungen und öffnete immer wieder neue Fenster in ihr Schaffen. 2023 verlagerte sie Atelier und Kunstsalon in die zweite Etage der Caféstube in der Kaiserstraße – mitten ins Herz der Stadt.

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Ihre Arbeitsweise beschreibt Woll-Herrmann als ein Zusammenspiel aus Beobachtung, Begegnung und Experiment. „Die Interpretation des Gesehenen und Erlebten wird möglich durch die Interaktion mit Modellen, Tänzern, dem Erleben der Musik, der Natur, dem Finden von Gegenständen wie Steinen, Hölzern und vielem anderen“, erklärt sie. Erfahrung und handwerkliche Präzision verbinde sie dabei bewusst mit dem Unvorhersehbaren: „Gekoppelt wird Erfahrung, Präzision, Handwerk mit Experiment und Schaffenskraft, die überraschenden Ergebnisse verbindet die persönliche Handschrift.“ Neugier sei für sie schlicht „die Bedingung“, um künstlerisch weiterzukommen.

Die Ausstellung macht genau dieses Prinzip sichtbar. Farbe und Material entfalten auf der Leinwand ein Eigenleben, Kontraste brechen gewohnte Sehgewohnheiten auf, Verfremdung lenkt den Blick auf das, was sonst übersehen wird. Woll-Herrmann fordert ihr Publikum damit auf, sich auf einen Dialog mit den Bildern einzulassen – das Gesamtbild ebenso zu lesen wie die Details, die sich erst bei genauerem Hinsehen erschließen.

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Ihren Weg in die Kunst fand die Malerin zunächst als Autodidaktin. Über viele Jahre folgten regelmäßige Studienseminare an verschiedenen Kunstakademien und bei unterschiedlichen Dozenten. Das Studium der Kunst sei niemals abgeschlossen, betont Woll-Herrmann – es bleibe ein beständiges Suchen nach neuen Ausdrucksformen, das stets Überraschendes erwarten lasse.

„Fluidum“ ist in der Rathausgalerie im ersten Obergeschoss des Rathauses am Markt 12 in St. Ingbert zu sehen. Die Galerie öffnet montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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