Symbolbild
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Wo steckt der Hund gerade, hat der Hamster genug getrunken und ist im Napf noch Futter übrig? Fragen wie diese beantworten immer mehr Tierhalter nicht mehr durch einen Kontrollblick, sondern per Smartphone. Technik, die bislang vor allem aus dem Stall bekannt war, erobert zunehmend die heimischen Wohnzimmer.

Aktuell greift fast ein Drittel der Haustierbesitzerinnen und -besitzer in Deutschland zu mindestens einem smarten Gerät für sein Tier. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 1.000 Menschen befragt wurden, darunter 436 Halterinnen und Halter von Haustieren. Der Umgang mit der Technik gilt vielen als praktisch: 57 Prozent sagen, solche Geräte erleichterten den Alltag mit dem Tier spürbar.

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Besonders der Faktor Freiheit spielt eine Rolle. Knapp vier von zehn Befragten (39 Prozent) finden, dass sich ihr Tier dank smarter Helfer im Bedarfsfall auch einmal allein lassen lässt. Fast ein Drittel (31 Prozent) ist zudem überzeugt, Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres so besser im Blick behalten zu können.

Am häufigsten greifen Tierhalter zum GPS-Tracker, den bereits 13 Prozent einsetzen. Dahinter folgen intelligente Trinksysteme bei zwölf Prozent und smartes Spielzeug bei neun Prozent. Weniger verbreitet sind smarte Haustierklappen (sechs Prozent), Überwachungskameras (fünf Prozent), automatische Fütterungssysteme (vier Prozent) und selbstreinigende Katzenklos (drei Prozent). „Smarte Geräte gibt es auf nahezu jedem Bauernhof und jetzt ziehen sie auch in die Privathaushalte ein“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Bitkom-Experte für Smart Technologies.

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Die Neugier auf die Technik reicht noch deutlich weiter, als es die tatsächliche Nutzung vermuten lässt. Jeweils gut ein Viertel der Befragten kann sich einen GPS-Tracker oder ein intelligentes Trinksystem für die Zukunft vorstellen, bei selbstreinigenden Tierklos liegt das Interesse mit 28 Prozent sogar noch etwas höher. Auch smarte Klappen, vernetztes Spielzeug und automatische Fütterung stoßen auf Offenheit.

Doch die Begeisterung hat Grenzen. 63 Prozent der befragten Tierhalter halten es für falsch, die Pflege eines Tieres zu automatisieren. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) befürchtet, dass durch die Geräte die Nähe zwischen Mensch und Tier verloren geht. Für Klöß ist das ein nachvollziehbarer Einwand: „Smarte Technik kann die persönliche Fürsorge ergänzen, aber nicht ersetzen.“ Sie erleichtere Routineaufgaben und schaffe zusätzliche Sicherheit, so der Experte, „aber die Verantwortung bleibt natürlich beim Menschen“.

Für die Erhebung befragte Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands zwischen Kalenderwoche 28 und 32 des Jahres 2026 insgesamt 1.006 Personen ab 16 Jahren telefonisch. Darunter waren 436 Haustierbesitzerinnen und -besitzer, die Gesamtumfrage gilt als repräsentativ.

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