Ein Feiertag mehr im Kalender bedeutet nicht automatisch mehr freie Tage. Diese Rechnung müssen Beschäftigte im Saarland 2027 anstellen, denn ausgerechnet das Bundesland mit den meisten gesetzlichen Feiertagen schneidet beim sogenannten Kalenderglück schlechter ab als das benachbarte Rheinland-Pfalz. Entscheidend ist nämlich nicht die reine Anzahl, sondern der Wochentag, auf den die freien Tage fallen.
In Rheinland-Pfalz landen 2027 vier von elf gesetzlichen Feiertagen auf einem Samstag oder Sonntag. Daraus ergibt sich eine Pechquote von 36,4 Prozent. Betroffen sind unter anderem der 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit sowie beide Weihnachtsfeiertage, die allesamt ins Wochenende rutschen und damit keinen zusätzlichen freien Werktag bescheren.
Das Saarland verfügt zwar mit zwölf gesetzlichen Feiertagen über einen mehr, doch die Bilanz fällt ungünstiger aus. Hier fallen gleich fünf Termine aufs Wochenende, was die Pechquote auf 41,7 Prozent treibt. Neben den vier bundesweiten Wochenendterminen liegt im Saarland auch Mariä Himmelfahrt am 15. August 2027 auf einem Sonntag. Der zusätzliche Feiertag verpufft damit für alle, die in einer klassischen Fünf-Tage-Woche arbeiten.
Bei den Feiertagen, die sich für verlängerte Wochenenden und Kurztrips besonders eignen, liegen beide Länder jedoch nahezu gleichauf. Sowohl Fronleichnam am 27. Mai als auch Allerheiligen am 1. November sind in Rheinland-Pfalz offiziell als landesweite gesetzliche Feiertage ausgewiesen und schaffen in beiden Regionen attraktive Brückentag-Möglichkeiten.
Wer geschickt plant, holt 2027 besonders viel aus wenigen Urlaubstagen heraus. Rund um Ostern reichen vier freie Tage vom 22. bis 25. März, um auf einen Rutsch zehn freie Tage vom 20. bis 29. März zu gewinnen. Alternativ führen vier Urlaubstage ab dem 30. März ebenfalls zu einer zehntägigen Auszeit. An Christi Himmelfahrt genügt der 7. Mai als Brückentag für ein viertägiges Wochenende.
Sein volles Potenzial entfaltet der Mai aber erst in der Gesamtschau. Wer lediglich den 7., 14. und 28. Mai freinimmt, sichert sich drei separate verlängerte Wochenenden und kommt mit drei eingesetzten Urlaubstagen auf zwölf freie Tage. Ein weiterer Urlaubstag am 29. Oktober rund um Allerheiligen rundet das Bild ab: Aus vier Urlaubstagen werden so vier Vier-Tage-Auszeiten und insgesamt 16 freie Tage.
Der Vergleich macht deutlich, dass das Kalenderglück weniger von der Zahl der Feiertage abhängt als von ihrer Lage im Wochenverlauf. Das Saarland hat 2027 zwar einen Feiertag mehr, verschenkt durch den höheren Wochenendanteil aber einen Teil davon. Bei den lohnenswerten Brückentagen für Kurzurlaube hingegen stehen beide Bundesländer praktisch gleich da. Die vollständige Auswertung sowie weitere Planungstipps für das Jahr 2027 sind auf kurzurlaub.de abrufbar.




















