HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN
Zur Forderung des Saarländischen Philologenverbands nach einer Unterstützung des Lehrpersonals durch Schulassistenten erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:
„Grundsätzlich begrüßen wir die Forderung, die Lehrerinnen und Lehrer durch Schulassistenten zu entlasten, etwa was den Bereich der EDV anbelangt. Zum einen ist das Lehrpersonal an den Schulen nicht dafür ausgebildet, beispielsweise Softwareprobleme an Computern kurzfristig zu beheben. Zum anderen verfügen auch die Schulträger nicht über ausreichend personelle Kapazitäten, um im Falle von technischen Problemen zeitnah reagieren zu können. Auch bei Aufgaben wie der Lehr- und Lernmittelverwaltung sowie im Bereich der Schulbibliothek ist der Einsatz von Assistenten nach entsprechender Schulung denkbar.
Allerdings darf eine solche Forderung nach Unterstützung durch Hilfskräfte nicht pauschal für alle Aufgaben außerhalb des Unterrichts erhoben werden. Denn damit würden allgemein-pädagogische Fragen ausgeblendet. Lehrerinnen und Lehrer sind nicht nur Beamte zur Vermittlung von Fachwissen, sondern haben auch einen pädagogischen, erzieherischen Auftrag, dem sie sowohl inner- als auch außerhalb des Unterrichts nachkommen müssen.
So lässt sich beispielsweise die Vorbereitung von Klassenfahrten durchaus in die pädagogische Unterrichtsarbeit integrieren. Schülerinnen und Schüler können in die Organisation miteinbezogen werden. Hierzu sind keine Schulassistenten erforderlich. Gleiches gilt für die Vor- und Nachbereitungen von Experimenten etwa im Fach Chemie, die alleine schon aus Sicherheitsgründen nicht Hilfskräften übertragen werden dürfen. Auch sonstige Aufgaben im Bereich von Bildung und Erziehung, wie beispielsweise Kontakte zu Jugendämtern, dem schulpsychologischen Dienst und zu den Eltern, müssen weiterhin alleinige Aufgabe der Lehrkräfte bleiben.“

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