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Mit frischem Geld will das Saarland seinen wirtschaftlichen Umbau beschleunigen. Wirtschaftsminister Jürgen Barke stockt die Landesförderung für Forschung, Entwicklung und Innovation deutlich auf. Herzstück ist eine neue Förderlinie mit dem Namen TRANSINNO Saar, über die zunächst zusätzliche 7,9 Millionen Euro bereitstehen. Damit klettert das Gesamtvolumen der vom Ministerium betreuten Innovationsprogramme auf rund 72 Millionen Euro.

Der Hintergrund ist der tiefgreifende Strukturwandel, der die saarländische Industrie seit Jahren prägt. „Das Saarland ist mitten im wirtschaftlichen Wandel“, so Barke. „Neben unseren klassischen Industrien müssen neue Wachstumsfelder entstehen. Forschung und Entwicklung spielen dabei eine entscheidende Rolle.“ Sie helfe Unternehmen, neue Technologien zu nutzen, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich breiter aufzustellen.

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Was konkret gefördert werden kann, deckt ein breites Spektrum ab. Im Fokus stehen etwa Technologien und Verfahren, die Energie und Ressourcen sparen, Produktionsabläufe digitalisieren oder automatisieren sowie Künstliche Intelligenz für neue Anwendungen erschließen. Auch Projekte, die dem Fachkräftemangel begegnen oder Firmen helfen, auf veränderte Märkte, Lieferketten und Wettbewerbsbedingungen zu reagieren, können Unterstützung erhalten.

TRANSINNO Saar startet dabei nicht als eigenständiges Programm, sondern ergänzt die bestehenden Förderstrukturen des Landes. Entscheidend soll künftig stärker sein, welchen greifbaren Beitrag ein Vorhaben zum wirtschaftlichen Wandel leistet – für einzelne Unternehmen, ganze Branchen und den Standort insgesamt. Mit der neuen Linie entstünden „zusätzliche Spielräume für Innovationen, die unsere Wirtschaft im Wandel voranbringen“, betont der Minister.

Die Aufstockung ist auch eine Reaktion auf die anhaltend hohe Nachfrage. Die bislang verfügbaren Mittel sind bereits weitgehend gebunden, der Bedarf also längst vorhanden. Damit Unternehmen möglichst unkompliziert an die Förderung kommen, setzt das Ministerium auf vereinfachte Verfahren: Eine Pauschalkostenförderung und die papierlose Antragstellung über das Förderportal Saar sollen den bürokratischen Aufwand gering halten.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie sich das Gesamtpaket zusammensetzt. Für das Zentrale Technologieprogramm Saar standen für den Zeitraum 2021 bis 2029 bisher 17 Millionen Euro bereit, für die Förderung von Forschung und Entwicklung an den saarländischen Forschungseinrichtungen weitere 44,5 Millionen Euro. Dazu kommen nun programmübergreifend die 7,9 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds. Ergänzend sind für die Neueinstellung von Innovationspersonal jährlich 300.000 Euro vorgesehen. Weitere Informationen zu den Programmen stellt das Land online bereit.

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