Foto: Manuela Meyer
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Mehr Mobilität bei weniger Verkehr – auf diesen Nenner lässt sich das Ziel bringen, das das saarländische Mobilitätsministerium mit einem neuen Förderaufruf verfolgt. Seit dem 5. Oktober können Kommunen, kommunale Betriebe und Verkehrsunternehmen erneut Anträge stellen, um ihre Ideen für die Verkehrswende vor Ort in tragfähige Konzepte zu gießen. Es ist bereits der zweite Aufruf des Jahres 2026 im Rahmen der Richtlinie „NMOB Mobilität gut durchdacht“.

Die Logik dahinter: Die eigentlichen Weichen der Verkehrswende werden nicht in Ministerien, sondern in den Städten und Gemeinden gestellt. Dort kennt man die neuralgischen Punkte am besten – jene Stellen, an denen sich mit kluger Planung spürbar etwas bewegen lässt.

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Ministerin Berg bringt es auf den Punkt. „Die Verantwortlichen in den Kommunen haben oft selbst das beste Gespür dafür, wo sie ansetzen müssen, wenn sie vor Ort mehr Mobilität bei weniger Verkehr ermöglichen wollen“, erklärt sie. Das Ministerium verstehe sich dabei als Partner, der helfe, aus diesem Wissen konkrete Konzepte zu formen und anschließend umzusetzen.

Inhaltlich zielt das Programm vor allem auf den Umweltverbund. Gefördert werden Mobilitätskonzepte, die unterschiedliche Verkehrsträger besser miteinander verzahnen und den individuellen Autoverkehr spürbar auf Bus und Bahn, auf das Fahrrad oder auf die eigenen Füße verlagern. Gefragt sind dabei keine vagen Absichtserklärungen, sondern durchdachte Pläne mit klaren Maßnahmen, Umsetzungsschritten und Finanzierungsstrategien.

Antragsberechtigt sind neben Kommunen und kommunalen Betrieben auch Verkehrsunternehmen sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts. Wer mitmachen will, muss sich beeilen: Die Projektskizzen können bis zum 13. November 2026 beim Mobilitätsministerium eingereicht werden. Über die Vergabe entscheidet anschließend ein Expertengremium, das die überzeugendsten Vorschläge auswählt.

Auch finanziell lohnt sich der Aufwand. Externe Personal- und Sachkosten werden mit bis zu 75 Prozent bezuschusst, der Förderhöchstsatz pro Projekt liegt bei 150.000 Euro. Insgesamt stellt das Land in diesem Jahr bis zu 500.000 Euro bereit. Weitere Informationen zum Programm gibt es online unter www.saarland.de/nmob.

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