Ein KI-Assistent namens F13 hat sich bundesweit durchgesetzt: Beim Open-Source-Wettbewerb 2026 landete die Anwendung auf dem ersten Platz in der Kategorie „Interne Verwaltungsanwendungen“. Für das Saarland ist das mehr als nur eine Randnotiz, denn das Land zählte bereits 2025 zu den Vorreitern, die auf diese Lösung setzten.
Ursprünglich stammt F13 aus Baden-Württemberg. Statt eine eigene Software von Grund auf zu entwickeln, übernahm das Saarland die Anwendung früh und testet sie seither in der Landesverwaltung. Seitdem wurde das Werkzeug kontinuierlich erprobt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst.
Digitalminister Jürgen Barke sieht sich in dieser Entscheidung bestätigt. „Wir haben früh auf F13 gesetzt und damit den richtigen Weg eingeschlagen. Statt jedes Bundesland seine eigene KI-Lösung entwickeln zu lassen, bündeln wir unsere Kräfte und profitieren gegenseitig von unserem Wissen“, sagt er. Dass die Software nun bundesweit ausgezeichnet werde, zeige, welches Potenzial in dieser Zusammenarbeit stecke.
Inzwischen ist F13 in mehreren saarländischen Landesbehörden im Einsatz. Rund 2.400 Beschäftigte können die KI-Assistenz grundsätzlich nutzen, etwa 650 von ihnen haben sich bereits registriert. Die Anwendung hilft im Verwaltungsalltag beim Recherchieren, beim Zusammenfassen von Inhalten und bei der Bearbeitung von Texten.
Besonders bemerkenswert ist, dass das Saarland nicht nur Nutzer, sondern auch Mitgestalter ist. Für den eigenen Betrieb wurden zusätzliche Funktionen entwickelt, etwa die Möglichkeit, eigene Dokumente und Informationen als Wissensbasis zu hinterlegen. Dazu gehört auch die gezielte Recherche in saarlandspezifischen Quellen. Diese Weiterentwicklungen gibt das Land wiederum als Open-Source-Lösung an andere Verwaltungen weiter.
Die Jury der Open Source Business Alliance hob vor allem die lebendige Community hinter dem Projekt hervor. Der Wettbewerb zeichnet Vorhaben aus, die Verwaltungsabläufe spürbar verbessern und die digitale Unabhängigkeit der öffentlichen Hand stärken – ein Ziel, das durch das gemeinsame Vorgehen mehrerer Länder umso greifbarer wird.





















