Mit Verwunderung nimmt die Fraktion DIE LINKE im Saarländischen Landtag die jüngsten Äußerungen von Innenminister Bouillon zur Kriminalität in Saarbrücken zur Kenntnis. Der Innenpolitiker Ralf Georgi erklärt:

„Der Innenminister behauptet nun, die ‚Kriminalitätsbrennpunkte‘ in Saarbrücken lägen am St. Johanner Markt, im Nauwieser Viertel und am Hauptbahnhof, aber auch hier sei die Zahl der Straftaten gegenüber dem Jahr 2014 um 6,2 Prozent zurückgegangen.

Andererseits verspricht er seit Beginn des Landtagswahlkampfs Ende 2016 die Installation von zahlreichen Videokameras an der Johanneskirche. Da stellt sich die Frage: Was stimmt denn nun? Ist es an der Johanneskirche so gefährlich, dass eine Videoüberwachung erforderlich ist, oder geht die Zahl der Straftaten auch ohne Videokameras zurück und der Bereich der Johanneskirche ist ohnehin keine besonders gefährliche Gegend?

Es ist unverständlich, wie derselbe Minister ein und dieselbe Gegend für so sicher hält, dass zusätzliche Polizei nicht erforderlich ist, aber gleichzeitig für so unsicher, dass Kameras aufgestellt werden sollen. Zumal die Installation dieser Kameras offenbar die Landesverwaltung zu überfordern scheint, ansonsten sind die ständigen Verzögerungen (angekündigt waren sie für August 2017!) nicht zu erklären.“

 

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