HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

In letzter Zeit werden im Internet verstärkt Produkte für Säuglinge, wie beispielsweise Spielzeuge, Textilien und Schnuller,  mit verschluckbaren Kleinteilen angeboten. Strass oder andere Kleinteile zur Verzierung werden dabei häufig erst im Nachhinein an Ursprungsprodukte namhafter Hersteller angeklebt. Die Kleinteile können sich, wenn sie nicht fest in das Trägermaterial eingearbeitet wurden, lösen und durch Verschlucken zum Ersticken oder zu schwerwiegenden Verletzungen auf dem Verdauungsweg führen. Je nach verwendetem Klebstoff können auch gesundheitsbedenkliche Stoffe vom Kind aufgenommen werden.

„Eltern und sonstige Käufer von Spielzeug für Kleinkinder sollten unbedingt auf nachträglich angebrachte und somit oft lösbare Kleinteile achten“, so Verbraucherschutzminister Reinhold Jost.

Rechtlich gesehen – und dies scheint nicht jedem Anbieter bewusst zu sein – gelten diejenigen, die an Produkten Kleinteile anbringen und sie dann verkaufen, als Hersteller. Damit sind sie auch für eventuell auftretende Gesundheitsschäden oder Sicherheitsrisiken verantwortlich. Es ist ihnen somit dringend zu raten, sich inhaltlich mit der Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG und der 2. Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz auseinander zu setzen.

Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) wird auch in diesem Jahr auf Veranlassung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz eine Schwerpunktaktion zur Sicherheit von Spielzeug durchführen. Sofern der Verdacht besteht, dass in einem Produkt gesundheitsbedenkliche Inhaltsstoffe enthalten sind, wird es im LUA-Labor chemisch untersucht. Letztlich sind aber nur stichprobenartige Kontrollen der Behörden möglich. Der Verbraucher kann durch eine sorgfältige Kaufentscheidung und durch Information der Marktüberwachungsbehörden in Verdachtsfällen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Produktsicherheit leisten.

Für Fragen zur Produktsicherheit stehen die Mitarbeiter des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz  unter der Telefonnummer (0681) 501-4275 gerne zur Verfügung.

Vorheriger ArtikelSaarland | Schengen-Raum braucht interregionale Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte
Nächster ArtikelElke Eder-Hippler: „Entlastung der Ortsdurchfahrten ist in Sicht“

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.