Im Saarland wagen immer weniger Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Im ersten Halbjahr 2026 registrierte das Institut für Mittelstandsforschung knapp 1.500 Existenzgründungen im Land – etwa 80 weniger als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit landet das Saarland im bundesweiten Vergleich fast am Ende der Tabelle. Nur in Bremen entstanden noch weniger neue Unternehmen.
Für die CDU-Landtagsfraktion ist diese Entwicklung mehr als eine Randnotiz in der Statistik. Ihr wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher, Dr. Christopher Salm, sieht darin ein weiteres alarmierendes Zeichen. „Bei immer mehr wirtschaftlichen Kennziffern findet sich das Saarland am unteren Ende des Ländervergleichs wieder. Jetzt gehören wir auch bei den Existenzgründungen bundesweit zur Schlussgruppe“, erklärte Salm. Wer politische Verantwortung ernst nehme, dem müsse diese Entwicklung große Sorgen bereiten.
Besonders schwer wiege der Rückgang vor dem Hintergrund des laufenden Strukturwandels. Während im Land industrielle Arbeitsplätze verloren gehen, könnten neue Unternehmen genau die Dynamik liefern, die es jetzt braucht. Salm bringt es auf den Punkt: Gerade in einer solchen Phase müssten mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gehen – nicht weniger. Neue Betriebe schafften Arbeitsplätze, brächten frische Ideen auf den Markt und hielten die Wirtschaft in Bewegung.
Die Verantwortung sieht die CDU-Fraktion klar bei der Landesregierung. Diese müsse sich der unbequemen Frage stellen, warum im Saarland so wenige neue Firmen entstehen. Bloße Ankündigungen reichten dabei nicht aus. „Es reicht nicht, Förderprogramme aufzulegen und anschließend wohlfeile Überschriften zu produzieren“, so Salm. Entscheidend sei allein das Ergebnis: Werden tatsächlich mehr Unternehmen gegründet? Können sie im Land wachsen? Und entstehen daraus neue Jobs?
Um den Trend umzukehren, fordert der Christdemokrat spürbar bessere Rahmenbedingungen. Dazu zählt er weniger Bürokratie, schnellere Verfahren, einen leichteren Zugang zu Kapital sowie eine Förderlandschaft, die Gründung und Wachstum konsequent begleitet. Das Saarland dürfe sich nicht damit abfinden, bei den wirtschaftlichen Kennzahlen dauerhaft zur Schlussgruppe zu zählen.
Salms Anspruch geht deutlich weiter als das Verwalten des Status quo. Das Land solle wieder zu jenen Regionen gehören, in denen Menschen gute Bedingungen vorfinden, um unternehmerisch etwas Neues aufzubauen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie weit der Weg dorthin noch ist.



















