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Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert die Landesregierung auf, sich auch weiterhin für ein Pumpspeicher-Kraftwerk im ehemaligen Bergwerk Saar einzusetzen. Die energiepolitische Sprecherin Dagmar Ensch-Engel hat daher nun eine Anfrage gestellt. Darin fragt sie, welche konkreten Maßnahmen geplant sind, welche Mittel die Regierung bereitstellen, würde und was getan werden kann, damit der Bund sich an einer Finanzierung beteiligt.

DIE LINKE schlägt einen unterirdischen Damm vor, damit ein Zulaufen von Bergbau-Hohlräumen im Zuge von Teilflutungen verhindert und ein Pumpspeicher-Kraftwerk errichtet werden kann. „Es wird höchste Zeit, dass in moderne Technologien zur Speicherung von Energie investiert wird“, so Ensch-Engel. „ Ein solches Kraftwerk im Nordschacht des Bergwerks Saar könnte innerhalb von Sekunden 300 Megawatt Leistung bringen und Schwankungen bei Wind- und Sonnenenergie ausgleichen. So könnte die nötige Netzstabilität geschaffen werden. Denn eine tatsächliche Energiewende kann nur gelingen, wenn es ausreichend Kapazitäten gibt, um den überschüssigen Strom auch für die Zeit zu speichern, in der keine Sonne scheint und kein Wind weht. Diese Chance darf nicht ungenutzt vertan werden.“

Auch vor Ort wird das Projekt unterstützt. Hans Kiechle von den Bergbaubetroffenen (IGAB Reisbach), Mitglied des Saarwellinger Gemeinderates und Vorsitzender der Partei DIE LINKE in Saarwellingen erklärt: „Technisch ist ein solches Kraftwerk machbar, das haben Studien der RAG gezeigt. Darum müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um uns im Saarland weiterhin diese Option offen zu halten.“

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