Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am Mittwoch saarlandweit mit einer Mitgliederbefragung bei den rund 35.000 Beamtinnen und Beamten des Landes begonnen. Hintergrund ist der von der Landesregierung vorgelegte Vorschlag zu einer Erhöhung der Bezüge. 

Dieser sieht eine Erhöhung der Bezüge in drei Schritten vor. Zum 01.08.2019 sollen die Besoldungen um 3,2 Prozent, zum 01.06.2020 um weitere 3,2 Prozent und zum 01.04.2021 um weitere 1,7 Prozent steigen. „ver.di ist der Auffassung, dass dieser Vorschlag vor einer Zustimmung der Gewerkschaften durch die Mitglieder anzuerkennen ist. Dieser basisdemokratische Weg ist für uns selbstverständlich“, sagt Thomas Müller, Bezirksgeschäftsführer im ver.di Bezirk Region Saar Trier.

Das Verhandlungsergebnis sieht auch Verbesserungen für Nachwuchsbeamte vor. Die Anwärterinnen und Anwärter sollen rückwirkend zum 01.01.2019 50 Euro monatlich mehr erhalten. Die Anwärterbezüge sollen per 01.01.2020 um weitere 50 Euro steigen. Außerdem sollen sie einen Tag mehr Erholungsurlaub erhalten. Neben Verbesserungen in der Beihilfe und in den sogenannten Eingangsbesoldungen sollen zukünftig die jeweiligen Tarifergebnisse der Tarifgemeinschaft der Länder auf die Beamtinnen und Beamten zeitgleich und wirkungsgleich übertragen werden. 

„Das Ergebnis wirft Licht und auch Schatten auf die Einkommensverhältnisse unserer saarländischen Beamten. Wir sind derzeit noch weit entfernt von einer zeitgleichen Übernahme des Tarifergebnisses der letzten Tarifrunde der Länder. Das Zepter haben nun die Mitglieder selbst in der Hand“, sagt Müller. Die ver.di Mitglieder können n och bis 26.04.2019 über einen Stimmzettel ihre Meinung abgeben.

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