„Daher begrüße ich sehr, dass die EU-Kommission in dieser Woche ihre Zustimmung zur Unterzeichnung des Medienstaatsvertrags durch die Länder erteilt hat und wir nun Maßnahmen ergreifen können, dass auch Online-Dienste bestimmten Regeln unterliegen, wenn sie Medieninhalte bereitstellen. Medieninhalte müssen nach dem Medienstaatsvertrag u.a. diskriminierungsfrei zugänglich gemacht werden und bestimmte Angebote dürfen nicht gezielt in den Vorder- oder Hintergrund gerückt werden. Außerdem wird die Transparenz von Suchalgorithmen eingefordert. Ein Gewinn für den Verbraucherschutz!“
Eine Herzensangelegenheit der neuen Direktorin ist die Durchsetzung eines effektiven und kohärenten Jugendmedienschutzes im Internet: „Ob Cybermobbing, Cybergrooming, politischer Extremismus oder andere unzulässige und entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte, die Gefährdungslage ist trotz bestehender rechtlicher Vorgaben sehr hoch. Jugendmedienschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die zeitgemäße und an der Lebenswirklichkeit orientierte Schutzkonzepte braucht. Bei der anstehenden Änderung des Jugendschutzgesetzes gilt es Inhalte zu regulieren, ohne gegen die verfassungsrechtlich gebotene Staatsferne zu verstoßen“, so die neue LMS-Direktorin.
Daneben ist die LMS für die Förderung des Medien- und Medienforschungsstandorts Saarland zuständig. Zum Schutz der coronabedingt arg geschwächten Kinolandschaft im Saarland hatte Ruth Meyer noch als Landtagsabgeordnete eine Initiative auf den Weg gebracht: „Die Filmtheater und Programmkinos im Saarland sind durch 100%ige Einnahmeverluste im Zuge der Corona-Pandemie in einer äußerst kritischen Situation. Das Ziel muss sein, die Kinos baldmöglichst wieder zu öffnen. Weiterhin will ich mich dafür einsetzen, die „Abspielförderung“ mit einem Budget zu hinterlegen, welches existenzielle Notlagen abfedert. Über www.kino-on-demand.com kann jeder Filmfreund sein regionales Lieblingskino unterstützen. Und in den für 5 Standorte im Saarland beantragten Autokinos könnten Filme übergangsweise und ohne Gesundheitsgefährdung in enger Kooperation mit den lokalen Kinos vorgeführt werden.“
Nicht zuletzt ist Meyer stolz auf den Forschungsstandort Saarland: mit Fachrichtungen an UdS und HTW, mit Cispa, DFKI und anderen Instituten in stetem Austausch zu stehen, Innovationen voranzubringen und nutzbar zu machen – auch das sei eine wichtige Aufgabe der Landesmedienanstalt und ihrer neuen Direktorin.

















