Foto: Frank Hoffmann
Anzeige

Wasser marsch, Martinshorn und Blick unter den Atemschutz: Für 42 Vorschulkinder aus den vier Rohrbacher Kindertagesstätten wurde ein Vormittag beim Löschbezirk Rohrbach zum Höhepunkt der letzten Kindergartenwochen. Kurz vor den Sommerferien tauschten die Mädchen und Jungen ihre Gruppenräume gegen das Gerätehaus – und lernten dort aus nächster Nähe, was die Arbeit der Feuerwehr ausmacht.

Die Ausbilder des Löschbezirks hatten ein Programm zusammengestellt, das ganz auf die Neugier der Kleinen zugeschnitten war. An mehreren Stationen erkundeten die Kinder die Einsatzfahrzeuge und die Geräte, die diese an Bord haben. Einiges davon durften sie sogar selbst in die Hand nehmen und ausprobieren.

Anzeige

Ein fester Bestandteil des Vormittags war der richtige Notruf über die 112. Die Feuerwehrleute erklärten, welche Angaben im Ernstfall zählen und worauf es beim Anruf ankommt. Anschließend erlebten die Kinder mit, wie im Gerätehaus die Alarmierung abläuft und wie sich die Einsatzkräfte binnen Sekunden ausrüsten. Eine Betreuerin wurde dabei kurzerhand selbst zur Feuerwehrfrau und in die persönliche Schutzausrüstung eingekleidet.

Foto: Frank Hoffmann

Besonders eindrucksvoll geriet die Vorführung eines Feuerwehrmanns mit Atemschutzgerät. Die Kinder sahen, wie die Technik funktioniert und wie ein vollständig ausgerüsteter Retter aussieht. Das hat einen ernsten Hintergrund: Weil sich Kinder bei Bränden in verrauchten Wohnungen aus Angst häufig verstecken und ihre Rettung so erschweren, sollte ihnen der ungewohnte Anblick die Scheu nehmen.

Auch die Versorgung verletzter Personen wurde anschaulich gezeigt. Eine Betreuerin nahm auf einer Trage Platz und wurde anschließend von den Kindern kurzerhand „gerettet“. Für den größten Jubel sorgte bei den sommerlichen Temperaturen dann das Finale: Unter Anleitung der Feuerwehrleute durften die Kinder mit den Strahlrohren selbst Wasser spritzen und spürten, wie sich so ein Rohr in der Hand anfühlt.

Zum Abschluss gab es Apfelschorle und Brezeln, ehe die jungen Besucher standesgemäß mit einem Gruß aus dem Martinshorn verabschiedet wurden. Für die Vorschulkinder war der Ausflug weit mehr als ein abwechslungsreicher Vormittag: Er war zugleich ein wichtiger Baustein der Brandschutzerziehung – und ein Erlebnis, das dem letzten Abschnitt ihrer Kindergartenzeit einen ganz besonderen Anstrich verlieh.

Anzeige
💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein