Im kleinen Ort Reisbach stand Mitte Dezember alles im Zeichen des Dorflebens: Vertreterinnen und Vertreter aus mehreren saarländischen Gemeinden kamen zusammen, um das Finale des 28. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ zu feiern. In dem Dorf, das in diesem Jahr den Wettbewerb für sich entscheiden konnte, wurden die Siegerdörfer offiziell ausgezeichnet.
Staatssekretär Sebastian Thul überreichte bei der Abschlussveranstaltung im Gewinnerdorf die Ehrenmedaillen und Urkunden an die Preisträgerinnen und Preisträger. Der Wettbewerb wird landesweit ausgetragen und würdigt Dörfer, die sich in besonderer Weise für ihre Zukunftsfähigkeit einsetzen. „Es freut mich sehr, dass wir im Saarland über so gut funktionierende Dorfgemeinschaften verfügen. Aus diesem Zusammenhalt heraus entstehen Stärke, Widerstandsfähigkeit und vor allem Ideen, um unsere Dörfer zukunftsfähig zu machen. Ich gratuliere allen Siegerdörfern und besonders den Bürgerinnen und Bürgern, die sich so für ihre Dörfer eingesetzt haben und diese jeden Tag aktiv mitgestalten“, sagt Thul.
Reisbach war in diesem Jahr nicht nur Gastgeber, sondern auch das Gewinnerdorf des Wettbewerbs. Hinter dem Erstplatzierten reihten sich weitere Orte ein, die die Jury mit ihren Konzepten überzeugt haben. Höchen und Altforweiler erhielten jeweils eine Silbermedaille und zählen damit zu den erfolgreichsten Teilnehmern des 28. Wettbewerbsjahrgangs.
Mit der Bronzemedaille wurden gleich mehrere Dörfer ausgezeichnet. Die Dörfergemeinschaft Bietzerberg, Hirzweiler und Steinberg-Deckenhardt konnten sich über diese Ehrung freuen. Sie hatten mit ihren Beiträgen und Projekten gezeigt, wie sich ländliche Räume aktiv gestalten lassen. Einen besonderen Akzent setzte Harlingen: Der Ort begeisterte mit dem Konzept eines Kinder- und Jugendortsrates und wurde dafür mit einem Sonderpreis gewürdigt.
Die Bewertung der teilnehmenden Dörfer stützt sich nicht nur auf einen allgemeinen Eindruck, sondern folgt einem klaren Kriterienkatalog. In die Entscheidung fließen unter anderem Entwicklungskonzepte, wirtschaftliche Initiativen und Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur ein. Ebenso berücksichtigt werden das soziale Engagement vor Ort, kulturelle Aktivitäten sowie die Gestaltung von Bauten und Siedlungsstrukturen.
Darüber hinaus spielen Freiraum- und Grüngestaltung im Dorf sowie der Umgang mit Natur und Landschaft außerhalb der Ortslage eine wichtige Rolle. Um sich ein umfassendes Bild zu machen, besucht die Jury die teilnehmenden Orte im Rahmen einer Bereisung. Vor Ort werden Projekte vorgestellt, Initiativen erläutert und die Wirkung der Maßnahmen im Dorfalltag in den Blick genommen. Am Ende dieser Rundreise stand nun in Reisbach die offizielle Ehrung der Sieger des 28. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.
Die Abschlussveranstaltung am 19. Dezember markierte damit den Schlusspunkt eines Wettbewerbsjahres, das erneut gezeigt hat, wie vielfältig die Ideen und Ansätze in den saarländischen Dörfern sind. Mit den Auszeichnungen sollen die Preisträgerinnen und Preisträger ermutigt werden, ihre Projekte weiterzuführen und andere Orte im Land zu ähnlichem Engagement anzuregen.



















