Das literarische Werk von Ludwig Harig soll künftig auch im digitalen Raum lebendig bleiben. Das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur fördert das Projekt „Harig lesen – Geschichten neu entdecken“ der Ludwig-Harig-Gesellschaft mit 4.000 Euro. Im Kern geht es darum, die Texte des saarländischen Schriftstellers zeitgemäß aufzubereiten und vor allem jüngeren Leserinnen und Lesern neue Zugänge zu eröffnen.
Harig, der die Literatur des Saarlandes wie kaum ein anderer Autor geprägt hat, wirkte mit seinem Schaffen weit über die Region hinaus. Die 2025 in Sulzbach/Saar gegründete Ludwig-Harig-Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Erbe zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Mit dem nun geförderten Projekt geht der Verein einen dezidiert digitalen Weg: Eine eigene Plattform lädt Interessierte dazu ein, sich aktiv mit Harigs Texten auseinanderzusetzen und eigene Beiträge beizusteuern – sei es in Form von Texten, Videos oder Audiobeiträgen.
Die eingereichten Arbeiten werden kuratiert, auf der Plattform veröffentlicht und über Social-Media-Kanäle verbreitet. Neben einem offenen Beteiligungsaufruf richtet sich das Projekt gezielt an Schulen, Hochschulen sowie Literaturinitiativen und Vereine. So soll ein möglichst breites Spektrum an Stimmen und Perspektiven zusammenkommen, das Harigs Werk in die Gegenwart trägt.
Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Ludwig Harig hat die saarländische Literatur wie kaum ein anderer geprägt und mit seinen Werken weit über die Region hinausgewirkt. Mit ‚Harig lesen – Geschichten neu entdecken‘ wird ein digitaler Raum geschaffen, der zur aktiven Auseinandersetzung mit seinem literarischen Erbe einlädt und neue Zugänge eröffnet.“ Gerade für junge Menschen entstünden so Möglichkeiten, sich mit Sprache, Identität und Heimat zu beschäftigen und eigene Ausdrucksformen zu entwickeln. Das Projekt greife damit zentrale Ziele der kulturpolitischen Leitlinien auf, so Streichert-Clivot weiter: „Kulturelle Bildung eröffnet Zugänge zur kulturellen Teilhabe, stärkt Kreativität, Kritikfähigkeit und Empathie und befähigt Menschen, Kultur aktiv mitzugestalten. Sie ist damit auch ein wichtiger Bestandteil von Demokratiebildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.“
Die digitale Plattform ist als dauerhaftes Angebot konzipiert und soll perspektivisch wachsen. Denkbar sind etwa Erweiterungen um weitere saarländische Autorinnen und Autoren sowie Kooperationen mit Schulen und der Literaturwissenschaft. Damit verbindet das Projekt kulturelle Bildung mit digitaler Teilhabe – und steht im Einklang mit den kulturpolitischen Leitlinien des Saarlandes, insbesondere der Leitlinie 6 „Kulturelle Bildung – Grundlage für Identität und Vielfalt“.
Wer sich beteiligen möchte, findet die Plattform unter www.ludwig-harig.de Dort können eigene Beiträge eingereicht werden, die nach redaktioneller Prüfung veröffentlicht werden. Das Ministerium setzt mit der Förderung ein Signal dafür, dass literarisches Erbe nicht in Archiven verstauben muss, sondern durch kreative Aneignung lebendig bleiben kann.






















