Foto: Johann Horras
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Wer künftig vor dem Fürstinnengrab im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim steht, kann die Geschichte dieses Ortes nun mit dem eigenen Smartphone zum Leben erwecken. Eine neue Plakette mit QR-Code führt direkt zu einem Filmbeitrag des Saarländischen Rundfunks, der die Hintergründe zur Rekonstruktion des bedeutendsten keltischen Grabungsfunds im Saarland zeigt.

Die Plakette ist Teil des Projekts „SR-Beiträge an öffentlichen Orten im Saarland“. Zu finden ist sie auf einem Hinweisschild unmittelbar vor dem Eingang zum Fürstinnengrab. Ein kurzer Scan genügt, und schon öffnet sich auf dem Handy der passende Beitrag aus dem Archiv des Senders.

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Landrat Frank John sieht darin einen echten Mehrwert für die Gäste des Parks. „Mit der Plakette wird den Besucherinnen und Besuchern des Parks, ergänzend zu den Museen, eine weitere Möglichkeit geboten, sich über das Fürstinnengrab und die Funde zu informieren“, erklärte er. Es handle sich um ein niedrigschwelliges Angebot, „das kostenfrei und unkompliziert mit dem eigenen Smartphone genutzt werden kann“. Damit, so John weiter, erhöhe man die Attraktivität des Kulturparks als bedeutenden Geschichtsort.

Eingeweiht wurde die Plakette in größerer Runde. Neben dem Landrat waren Peter Meyer, Unternehmenssprecher des Saarländischen Rundfunks, sowie Dr. Bettina Birkenhagen, Vizepräsidentin des Saarländischen Museumsverbands, vor Ort. Auch Dr. Frank Matheis, stellvertretender Geschäftsführer des Saarländischen Städte- und Gemeindetages, und Michael Ecker, Grabungsleiter des Europäischen Kulturparks, gehörten zu den Gästen.

Hinter der Aktion steht ein größeres Konzept. Als Teil der bundesweiten Initiative „ARD Content im öffentlichen Raum“ verknüpft das Projekt wertvolle Inhalte aus der ARD Mediathek und von ARD Sounds mit realen Erinnerungsorten. Partner im Land erhalten dabei Zugang zu Beiträgen, die auch aus dem SR-Archiv stammen. Museen, Denkmäler, öffentliche Plätze oder touristische Höhepunkte lassen sich auf diese Weise um eine mediale Ebene erweitern.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Über den QR-Code gelangen Interessierte direkt vor Ort auf die jeweilige ARD-Plattform und können dort passende Videos oder Audiobeiträge kostenlos abrufen. Geschichte wird so nicht nur gelesen, sondern hör- und sichtbar. Umgesetzt wird das Projekt vom SR in Kooperation mit dem Saarländischen Museumsverband und dem Saarländischen Städte- und Gemeindetag.

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