Foto: Thomas Bastuck
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Wie könnte die St. Ingberter Innenstadt aussehen, wenn Parkplätze nicht das letzte Wort haben? Diese Frage stand am Samstag, 19. September, im Mittelpunkt, als die Ludwigstraße im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche zur offenen Ideenwerkstatt wurde. Beim sogenannten Parking Day machten mehrere Organisationen sichtbar, wie sich Flächen, die sonst dem ruhenden Verkehr vorbehalten sind, ganz anders nutzen lassen.

Getragen wurde die Aktion von einem breiten Bündnis. Das Mobilitätsforum St. Ingbert, die klimafit-Gruppe, der VCD, Fuß e.V., der ADFC sowie der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt zogen an einem Strang, um den Tag gemeinsam auf die Beine zu stellen. Genau diese Vielfalt der Beteiligten prägte auch die Gespräche vor Ort.

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Besucherinnen und Besucher waren ausdrücklich eingeladen, sich einzubringen und eigene Vorstellungen für das Zentrum vorzustellen. Im Fokus standen Fragen, die viele in der Stadt bewegen: mehr Raum für Menschen zu Fuß, zusätzliche Begrünung, mögliche Tempo-30-Bereiche und der Umgang mit Lärm und Abgasen. Ergänzt wurde das Programm durch einen Fahrrad-Klimatest, einen Fotowettbewerb und verschiedene Spiele.

Foto: Thomas Bastuck

Für Beigeordneten Markus Schmitt war der Aktionstag mehr als nur eine symbolische Geste. „Die Idee, den Parking Day gemeinsam mit so vielen Beteiligten in der Ludwigstraße durchzuführen, finde ich großartig. Die zahlreichen Gespräche – insbesondere auch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern – waren sehr hilfreich, um die unterschiedlichen Wünsche und Vorstellungen für die Innenstadt besser kennenzulernen“, sagte er.

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Dabei blieb es nicht bei allgemeinen Überlegungen. Schmitt verwies auf ein konkretes Vorhaben: „Mit der Neugestaltung der Kohlenstraße entsteht eine konkrete Möglichkeit, die Aufenthaltsqualität in der St. Ingberter Innenstadt weiter zu verbessern. Ich werde mich auch nach dem Aktionstag dafür einsetzen, diese Ideen weiterzuverfolgen und gemeinsam mit den Beteiligten nach guten Lösungen zu suchen.“

Der Parking Day ist kein St. Ingberter Alleingang, sondern eine bundesweite Aktion, die es bereits seit 2015 gibt. Im Kern geht es stets um dieselbe Idee: Was passiert mit dem öffentlichen Raum, wenn Parkflächen vorübergehend für andere Zwecke frei werden? In der Ludwigstraße wurde diese Frage für einen Tag lang nicht nur diskutiert, sondern greifbar gemacht.

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