v.l.n.r.: Bürgermeister Klauspeter Brill, Innenminister Klaus Bouillon, Schulleiterin Elke Schäfer Foto: MIBS/ K. Thomas

Bei einem Besichtigungstermin der Grundschule St. Michael in Lebach hat Innenminister Klaus Bouillon Fördermittel für einen Erweiterungsbau des Schulgebäudes zugesagt. „Die Situation an dieser Schule ist eine besondere“, so der Innenminister. „Etwa ein Drittel aller Schüler*innen kommen aus dem AnkER-Zentrum, viele dieser Kinder haben zuvor nie eine Schule besucht oder eine derartige Betreuung erfahren. Diesen Kindern, aber selbstverständlich auch unseren einheimischen Kindern, eine fundierte Grundschulausbildung zu bieten, bildet die Basis für ihr späteres Leben.“  

Derzeit werden an der Grundschule St. Michael 230 Schüler*innen in 13 Klassen und einer „Willkommensgruppe“ unterrichtet, 32 Lehrkräfte, darunter auch Förder- und Sprachförderlehrer*innen, Integrationspädagogen und Sozialarbeiter*innen sind an diesem Standort tätig.  Nach Angaben von Schulleiterin Elke Schäfer ist das Gebäude für die Anzahl der Förderklassen und Lerngruppen sowie die Größe der Schule nicht ausgelegt. Kurzfristige Abhilfe schaffen derzeit 6 Containerklassenräume mit Toilettenanlage, die auf dem Schulhof aufgestellt wurden. Insgesamt stehen dort 23 Container. Dieser Platz fehle jetzt für die Pausengestaltung, für Ballspiele etc. Und trotz der Vielzahl an Containern fehle es immer noch an Differenzierungs- und Besprechungsräumen oder einem angemessenen Lehrerzimmer, so Schulleiterin Elke Schäfer.

Bürgermeister Klauspeter Brill erklärte beim Besichtigungstermin: „Wir haben von Seiten der Stadt bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Realisiert werden soll ein kompletter Erweiterungsbau mit Klassen- und Funktionsräumen sowie sanitären Anlagen. Doch diese Kosten kann die Stadt Lebach alleine nicht stemmen.“ „Wir werden gemeinsam nach einer Lösung suchen“, versicherte Innenminister Klaus Bouillon, der sich mit Lebach in besonderer Weise verbunden fühlt: „Ich war während der Flüchtlingskrise 2015 ja selbst schon fast ein halber Lebacher…“

Bouillon betonte, dass er sich dafür einsetzen werde, dass möglichst viele Fördermittel ausgeschöpft werden können. „Mit der Beschulung der Kinder aus dem AnkER-Zentrum– einer Landeseinrichtung – übernimmt die Stadt Lebach eine wichtige Aufgabe für das gesamte Land“, so der Minister.

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