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Die FDP Saar fordert eine Lockerung des Verkaufsverbots an Sonn- und Feiertagen, um die Konjunktur zu beleben und die coronabedingten Verluste des Einzelhandels und der Gastronomie abzumildern. Dazu die stellvertretende Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter:

Angelika Hießerich-Peter (FDP),
Quelle: www.fdp-saar.de

„Die Coronakrise war ein harter Schlag für den stationären Handel. Viele Geschäfte mussten schließen oder stehen vor dem Aus, was zu Arbeitsplatzverlusten und zu einer Verödung der Innenstädte führt. Aus diesem Grund fordern wir eine temporär begrenzte Lockerung des Verkaufsverbots an Sonn- und Feiertagen bis Jahresende. Die Kommunen sollen so die Möglichkeit behalten, die Zahl der verkaufsoffenen Tage selbst festlegen zu können, um die Konjunktur in den Innenstädten zu beleben

Die LINKE hingegen möchte auf die verkaufsoffenen Tage verzichten und fordert stattdessen höhere Löhne und Gehälter „Zuerst wurde den ‚systemrelevanten‘ Verkäuferinnen und Verkäufern in der Corona-Krise applaudiert, statt sie besser zu bezahlen, und jetzt sollen sie nach dem Willen der Arbeitgeber an noch mehr Sonntagen arbeiten. Das wäre ein völlig falsches Signal.“ Mit diesen Worten reagiert Jochen Flackus, der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, auf entsprechende Forderungen des Handelsverbands und von Unternehmen.

„Längere Öffnungszeiten führen nicht zu mehr Umsatz, denn jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Solange die Entwicklung der Löhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich ist und solange so viele Ältere ohne armutsfeste Rente über die Runden kommen müssen, wird auch nicht mehr Geld für Kleidung, Kosmetik oder Möbel ausgegeben werden können. Der Handelsverband müsste daher der Erste sein, der höhere Löhne und Renten fordert. Denn nur wenn die Menschen wieder mehr Geld in den Portemonnaies haben, wird die Nachfrage steigen. Zusätzliche verkaufsoffene Sonntage sind nur eine Belastung für die Beschäftigten und werden kein Geschäft retten.“

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