Für die Feuerwehr in Nunkirchen beginnt eine neue Ära: Innenminister Reinhold Jost übergab bei der Grundsteinlegung eine Bedarfszuweisung des Landes in Höhe von einer Million Euro an Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler. Damit sichert das Saarland einen wesentlichen Teil der Finanzierung für ein Bauvorhaben, das die Ausrückebedingungen der Wehr grundlegend verbessern soll.
Insgesamt rund 3,62 Millionen Euro kostet der Neubau, der künftig 41 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen ein zeitgemäßes Zuhause bieten wird. Den Löwenanteil von etwa 2,62 Millionen Euro stemmt die Stadt Wadern aus eigener Kraft. Für eine ausgedehnte Flächengemeinde ist das eine erhebliche, aber bewusst getroffene Entscheidung.
Dass der Schritt überfällig war, zeigt der Blick auf das bestehende Gebäude. Zu enge Umkleiden, veraltete sanitäre Anlagen und Hallentore, die den heutigen Vorgaben nicht mehr genügen, machten den Alltag der Wehrleute zunehmend schwierig. Auch der Schulungsraum reichte für die wachsenden Anforderungen längst nicht mehr aus.

Geplant ist nun ein zweigeschossiges Sozialgebäude mit klar getrennten Umkleide- und Sanitärbereichen inklusive Schleusen. Hinzu kommen Räume für den Dienstbetrieb, die Ausbildung und die Nachbereitung von Einsätzen, die teilweise multifunktional genutzt werden sollen. Ergänzt wird der Komplex durch eine Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen.
„Mit dem Neubau investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern ganz konkret in die Sicherheit der Menschen in Nunkirchen und der gesamten Stadt Wadern“, betonte Innenminister Jost. Die Frauen und Männer der Feuerwehr leisteten Tag für Tag unverzichtbare Arbeit – und dafür brauchten sie moderne, bedarfsgerechte Rahmenbedingungen.
Bürgermeister Kuttler zeigte sich sichtlich dankbar für die Unterstützung des Landes. „Wir sparen unsere Feuerwehr nicht klein, ganz im Gegenteil: Wir investieren ganz bewusst in ihre Zukunft und damit in die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt“, erklärte er. Gerade für eine Flächenstadt wie Wadern sei die verlässliche Rückendeckung aus dem Ministerium von enormer Bedeutung.
Das Projekt in Nunkirchen reiht sich in ein größeres Investitionsprogramm ein. In den vergangenen zehn Jahren stellte das Saarland allein über Bedarfszuweisungen mehr als 31 Millionen Euro für 105 Feuerwehrprojekte bereit. Zu den größten Maßnahmen zählten der Umbau des Feuerwehrhauses in Hasborn-Dautweiler samt kreisweit genutzter Atemschutzwerkstatt sowie zahlreiche Neubauten, etwa in Schiffweiler, Überherrn, Bergweiler, Heusweiler und Selbach.
Ein Vorhaben ragt dabei besonders heraus: Für rund 50 Millionen Euro entsteht die neue Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule, die dauerhaft die Qualifikation von Einsatz- und Führungskräften sichern soll. Sie verzahnt Ausbildung, Einsatzpraxis und Führung und stärkt damit die Gefahrenabwehr im Alltag ebenso wie in außergewöhnlichen Lagen.
„31,6 Millionen Euro für 105 Projekte zeigen deutlich, dass das Land um die unverzichtbare Bedeutung der Feuerwehren weiß“, so Jost. Diese Mittel flössen in moderne Häuser, Fahrzeuge und Ausrüstung und bildeten die Grundlage dafür, dass die Wehren im Ernstfall schnell und wirksam helfen könnten.




















