Start Politik&Wirtschaft Nach fast zehn Jahren Suche – Startschuss für neue Feuerwache in Oberwürzbach

Nach fast zehn Jahren Suche – Startschuss für neue Feuerwache in Oberwürzbach

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Zu dem Ortstermin waren neben Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und Ortsvorsteherin Dunja Sauer (Mitte) auch Vertreter der Stadtverwaltung, der Stadt- und Ortsräte sowie Mitglieder der Feuerwehr gekommen. Foto: Giusi Faragone
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Fast ein Jahrzehnt lang suchte die Stadt St. Ingbert nach einem passenden Standort für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Oberwürzbach. Ende 2025 fiel die Entscheidung auf ein Gelände an der Ommersheimer Straße – und damit beginnt nun die konkrete Planungsphase für ein Projekt, das bereits 2017 seinen Anfang in ersten Überlegungen nahm. Bei einer Ortsbegehung auf dem künftigen Baugrund kamen Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer, Ortsvorsteherin Dunja Sauer, Feuerwehrleute, Vertreter der Stadtverwaltung sowie Stadt- und Ortsratsmitglieder zusammen, um den Fortschritt zu begutachten.

Dunja Sauer machte bei dem Termin keinen Hehl aus ihrer Erleichterung: „Die langjährige Suche nach einem geeigneten Standort hat endlich einen sehr positiven Abschluss gefunden und geht nun in die Planungsphase über.“ Sie betonte das enge Zusammenspiel von Feuerwehr, Stadtverwaltung und den politischen Gremien und kündigte an, diesen offenen Dialog auch in den kommenden Monaten fortzuführen, „um das Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen“. Dass die Suche derart lange dauern würde, hatte bei den ersten Gesprächen vor rund acht Jahren wohl niemand erwartet.

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Auf dem Grundstück selbst sind die vorbereitenden Arbeiten bereits weit fortgeschritten. Die notwendigen Rodungen wurden nahezu vollständig erledigt – lediglich eine kleine Birke, die offenbar übersehen worden war, fällten zwei Feuerwehrleute in Schnittschutzkleidung kurzerhand nach dem offiziellen Termin. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer bezeichnete den Erwerb der zusätzlich benötigten Privatgrundstücke als „harte Arbeit und gute Fügung“. Ein Areal dieser Größe in Oberwürzbach zu finden, sei alles andere als selbstverständlich gewesen. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Fläche groß genug sei, um neben dem Gerätehaus auch einige wenige Wohnhäuser zu errichten. Das mache die Erschließung der neuen Zufahrtsstraße wirtschaftlicher, weil sich die Infrastrukturkosten auf mehrere Gebäude verteilten.

Die nächsten Schritte sind bereits klar umrissen. Baugrunduntersuchungen sollen die geotechnischen Verhältnisse klären und damit eine wesentliche Grundlage für die weitere Planung liefern. Die Vergabe der Planungsleistungen ist abgeschlossen, ein erstes Startgespräch mit den beauftragten Planern fand im Januar statt. Parallel dazu muss ein Bauleitplanverfahren eingeleitet werden, das voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Erst wenn ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt, kann die endgültige Baugenehmigung erteilt werden. Die städtische Architektin Sibylle Faller, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Adrian Berndt das Vorhaben betreut, nannte einen ambitionierten Zeitrahmen: „2027/2028 sollen die Bauarbeiten beginnen, diese werden ca. zwei bis drei Jahre andauern.“

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Was am Ende auf dem Gelände entstehen soll, geht weit über eine schlichte Fahrzeughalle hinaus. Vier Stellplätze sind vorgesehen – drei für Fahrzeuge der Größe 2 und einer für ein Fahrzeug der Größe 1. Darüber hinaus plant die Stadt umfangreiche Funktions- und Sozialräume: gemeinsame Umkleiden für die aktive Wehr und die Jugendfeuerwehr, einen Schulungsraum mit separatem Bereich für den Nachwuchs, einen Trockenraum für Einsatzkleidung und Material, eine Werkstatt, einen Funk- und Besprechungsraum, einen Bereitschaftsraum, eine Küche mit Thekenbereich, zwei Büroräume sowie ausreichende Lagerflächen und Nebenräume.

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Löschbezirksführer Marco Schmeltzer brachte die Stimmung innerhalb der Wehr auf den Punkt: „Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht mit dem Neubau unseres Feuerwehrgerätehauses. Das Gebäude in der Steckentalstraße ist nun über 60 Jahre alt und entspricht in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen.“ Er sei überzeugt, im Namen aller Kameraden zu sprechen, wenn er sage, dass die gefundene Lösung auf breite Zufriedenheit stoße. Nach fast einem Jahrzehnt der Planung und Standortsuche rückt für die Oberwürzbacher Feuerwehr damit ein zeitgemäßes Zuhause in greifbare Nähe.

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